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Von: Roman Payer

Verfasst am: 12.09.12 16:19

Bahn als Konkurrenz für Regionalflughäfen?

Zuganbindung an Flughafen Wien könnte zur Gefahr für Bundesländerflughäfen werden.

Auf den Inlandsflügen werden derzeit hauptsächlich Dash 8 Q400 eingesetzt. (Foto: Peter Unmuth - www.vap-group.at)

Auf den Inlandsflügen werden derzeit hauptsächlich Dash 8 Q400 eingesetzt. (Foto: Peter Unmuth - www.vap-group.at)

Ende 2014 sollen Intercity-Züge aus Innsbruck, Salzburg, Linz und Graz auch am Flughafen Wien halten. Passagiere aus den Bundesländern könnten so dann ohne Zubringerflug in Wien-Schwechat abfliegen. Das Datum bestätigte heute Flughafen-Wien-Vorstand Günther Ofner bei einer Diskussionsrunde beim heurigen Luftfahrtsymposium des österreichischen Luftfahrtverbandes.

Damit tritt der Schienenverkehr in Österreich erstmals als direkte Konkurrenz zu den Bundesländer-Flügen der Austrian Airlines auf. AUA-Chef Jaan Albrecht erwiderte in der Diskussion, dass es der AUA dann möglich sei, die Flugzeuge von den Inlandsstrecken abzuziehen und auf Routen mit "höherer wirtschaftlicher Attraktivität" einzusetzen. Es sei sinnvoller, die Flieger auf längeren Strecken als etwa Linz-Wien mit einer Flugzeit von nur einer halben Stunde einzusetzen, so Albrecht.

Der Chef des Flughafens Linz, Gerhard Kunesch, hingegen denkt nicht, dass eine Zugverbindung vom Linzer Hauptbahnhof zum Flughafen Wien die AUA-Flüge komplett ersetzen wird. Er geht davon aus, dass die Flüge am Tagesrand, also ganz früh am Morgen und am Abend, beibehalten werden, wie er zu Austrian Aviation Net sagte. Aktuell fliegt die AUA täglich fünfmal zwischen Linz und Wien.

Die AUA könne es sich nicht leisten, die Zubringerflüge ganz aufzugeben. Denn Passagiere aus Oberösterreich, die mit dem Zug zum Flughafen Wien fahren, könnten dort dann auf andere Airlines wie NIKI oder Air Berlin ausweichen, erklärte Kunesch. Allerdings werde die Bahn mit Ende 2014 tatsächlich teilweise zu einer Konkurrenz für den blue danube airport, gestand er ein.

Kunesch hofft aber, dass die AUA mit den dann freiwerdenden Fliegern andere Destinationen ab Linz anfliegt. Als Wunschziel nannte er Zürich, gefolgt von Paris.



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