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Von: Sonja Dries

Verfasst am: 30.04.12 14:04

Lufthansa in der Kritik

Die Gewerkschaft UFO kritisiert das Sparprogramm der Deutschen Lufthansa. Auch der mögliche neue Aufsichtsratschef des Unternehmens wird in Frage gestellt.

Foto: AirTeamImages.com

Foto: AirTeamImages.com

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO erhebt schwere Vorwürfe gegenüber dem Sparkurs der Deutschen Lufthansa. Sie wirft dem Unternehmen strategische Fehler und wilde Zukäufe vor. Laut UFO seien sowohl die Mitarbeiter als auch die Öffentlichkeit durch die schlecht kommunizierten Sparpläne "massiv verunsichert".

Da die Einzelheiten des Einsparungsprogramms nur nach und nach konkretisiert würden, gäbe es aus Sicht der Gewerkschaft zu viel Platz für Spekulationen. UFO kritisiert weiter, dass die Billigflieger-Branche jahrelang einfach ignoriert wurde. Das Management hätte stattdessen durch undurchdachte Zukäufe, wie den der britischen BMI, in "Millionengräber" investiert. Um den Konkurrenzkampf gegen Airlines aus dem Mittleren Osten wie Etihad oder Emirates gewinnen zu können, fordert die Gewerkschaft von der Lufthansa mehr Konzentration auf Alleinstellungsmerkmale wie Sicherheit, Image und Qualität.

Im Aufsichtsrat der Lufthansa regt sich laut dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" währenddessen Widerstand gegen den möglichen neuen Aufsichtsratschef Wolfgang Mayrhuber. Mitglieder des Kontrollgremiums sehen einen scharfen Gegensatz zwischen Mayrhubers Vorgehen in seiner Zeit als Lufthansa-Chef bis 2010 und dem jetzigen Sparprogramm und stellen deswegen seine Glaubwürdigkeit in Frage.



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