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Von: Roman Payer

Verfasst am: 27.03.11 18:24

AANet-Forum: Diskussion zu Double Daily

Die von Emirates geplanten zusätzlichen sechs Flüge standen bis zuletzt auf Messers Schneide. Erst am Donnerstag, drei Tage vor der heutigen Aufstockung wurde zwischen Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Einigung erzielt. Während den spannenden Verhandlungstagen diskutierten im Forum von Austrian Aviation Net über fünfzig Leser, welche Auswirkungen die Frequenzaufstockung von Emirates auf Österreich, den Flughafen Wien und die AUA hat. Roman Payer hat die lesenswertesten Kommentare ausgewählt.

Fotos: AirTeamImages.com

Fotos: AirTeamImages.com

Die Entscheidung der obersten Zivilluftfahrtbehörde hat den Lesern von Austrian Aviation Net neuen Diskussionstoff in der Debatte "Golf Airlines gegen europäische Fluglinien" geliefert. Was sagt Österreichs größte Luftfahrt-Community zu dem interkontinentalten Marktkampf?

„Sicher wird irgendwann der zweite Flug stattfinden. LH (Anm. Lufthansa) versucht sich hier aber verständlicherweise abzuschotten. Emirates kann nun einmal auf Grund ihres Standortes zumindest 20 Prozent billiger produzieren. Wie soll hier die Konkurrenz noch mithalten?" – airbus320 am 22.3 um 14:49

"Ich find es nur interessant, dass sich eine AUA darüber brüskiert, dass EK (Anm. Emirates) staatlich subventioniert ist. Haben die Österreicher denn nie was zugesteckt bekommen? Mir ist das Spannungsfeld zwischen den "Öl-Airlines" und den klassischen europäischen Airlines durchaus bewusst. Aber dass OS (Anm. Austrian Airlines) als Argument staatliche Subventionen ins Treffen führt finde ich ein bisschen fadenscheinig." – alexernst am 22.3 16:18

"Zuerst gilt es mal zu klären wofür denn damals Subventionen verteilt wurden. Da ist es mir allemal lieber es werden Subventionen verteilt um den Mitarbeitern ein angenehmes Arbeitsumfeld zu gewährleisten und damit die notwendigste Infrastruktur des Landes am laufen zu halten, anstelle der Subventionen die verteilt werden um andere Märkte zu zerstören. Und im Endeffekt ist es ja nichts anderes." – kunibert81 am 22.3 16:33

"Ich hoffe das Ministerium fällt in der Causa nicht um, da ich schon denke dass die zweite Frequenz negative Auswirkungen auf die Expansionspläne von OS haben kann. Sicher, es ist legitim dass EK eine zweite Rotation möchte, genauso legitim ist es aber dass OS versucht dies zu verhindern, und da hoffe ich eben, dass das Ministerium einmal ein bisschen Weitblick besitzt." – OSFB am 24.3 13:56

"Es wird hier versucht panikartig EK zu verteufeln und den Leuten weis zu machen, dass EK der AUA und der Star Alliance die Paxe (Anm. Passagiere) tonnenweise wegschnappt. Natürlich, und das ist doch klar, nimmt EK der Star Paxe weg, aber es hat doch keinen Sinn die Paxe zu bevormunden und ihnen quasi vorzuschreiben mit wem sie zu fliegen haben, nur weil es LH und OS nicht gefällt." – LOWW1 am 24.3 17:21

„Ich denke, dass es hier nicht um EK und nicht um OS geht. Es geht schlicht und einfach darum, österreichische Interessen zu wahren. Wenn es EK gelingt, möglichst viel Verkehr aus den Hubs in Europa abzuziehen, dann wird das Angebot aus eben diesen Hubs reduziert werden. Aber wollen wir das? Wollen wir Langstrecke (fast) nur mehr über Dubai und Doha? Ist es nicht so, dass die jetzt kurzfristig größere Auswahl, die viele so beklatschen, mittelfristig ein Fast-Monopol bringt? Warum haben wir so ein Problem damit, zuzugeben, dass wir nationale Interessen wahren wollen. Auch wenn die AUA der LH gehört, so sichert sie doch österreichische Jobs und garantiert bis zu einem gewissen Grad, dass viele Menschen nach Wien kommen. Haben wir nicht Unternehmen hier am Standort, weil sie eine gute Anbindung schätzen? Versucht nicht jedes Land, seine Interessen zu wahren? Ja bitte, was würden wir denn sagen, wenn es nicht so wäre? EK geht gezielt auf die Langstrecken von Lufthansa und AUA los. Irgendwie MÜSSEN die ihre A380 Flotte ja füllen.“ – 787 am 24.3 22:17

„Ich denke, dass Protektionismus nicht der richtige Weg ist, um die ach so guten OS-Non-Stop Verbindungen oder LH-Hubs vor Angriffen aus Middle East zu retten. Meiner Meinung nach sollte nicht der Staat dem Konsumenten vorschreiben, welche Verbindung er wählen soll, sondern der Konsument soll entscheiden. Wenn er billig fliegen will, soll er seine Entscheidung demensprechend treffen können. Wenn er non-stop präferiert, soll er halt OS oder BR (Anm. EVA Air) nach BKK (Anm. Bangkok) fliegen. Ebenso, wenn dem Konsumenten die Arbeitsbedingungen nicht gefallen, soll er OS buchen. Meine Antwort als LH wäre, den Konsumenten zu überzeugen, dass das Qualitätsprodukt im Endeffekt dem Konsumenten besser kommt. Oder hat man etwa Angst, dass das eigene Produkt dem von EK unterlegen ist?“ – Gk am 24.3 22:59

„Genau das, was Österreich am besten kann, nämlich nachgeben, ist eingetreten. Die eigenen Interessen wurden wieder mal von der anderen Partei "wegverhandelt". Wenn Österreich klug gewesen wäre, dann hätten sie jetzt keine Erlaubnis gegeben, sondern erst 2012. Offiziell könnte man sich eine Ausrede einfallen lassen, inoffiziell aber weil die AUA heuer positiv werden muss. Wenn OS positiv ist, dann kann man dem entspannter entgegenwirken, weil sie wieder wachsen darf. Diese Passagiere, die da weggenommen werden, könnten schon über ein positives Ergebnis entscheiden.“ – Klaus1012 am 25.3 15:14

Manche Beiträge wurden gekürzt. Die gesammte Diskussion in voller Länge findet man hier.



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