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Von: Sonja Dries

Verfasst am: 23.05.12 11:58

Internes Papier vom AUA-Betriebsrat zugespielt

Ein Protokoll der AUA-Arbeitsgruppe "Transition Handling" gibt Einblicke in die weitere Vorgehensweise des Vorstands. Das Unternehmen selbst spricht von reinen Hypothesen. [UPDATE]

Foto: Peter Unmuth - www.vap-group.at

Foto: Peter Unmuth - www.vap-group.at

Der Bord-Betriebsrat der Austrian Airlines hat in einer heutigen Aussendung ein internes Arbeitspapier des Managements veröffentlicht, das hingegen der öffentlichen Beschwichtigungen des Vorstands einen "Crew-Unterbestand" prognostiziert.

Bei dem Papier soll es sich um ein Protokoll der AUA-Arbeitsgruppe "Transition Handling" vom 4. Mai 2012 handeln, das dem Betriebsrat zugespielt wurde. Darin heißt es wörtlich: „Bei angenommenen 113 Abgängen (43+ 70) besteht derzeit ein Crew-Unterbestand
im Ausmaß von 5-6 Aircraftkapazitäten.“ Im weiteren Verlauf werden Maßnahmen aufgezeigt, die aufgrund des Unterbestands eingeleitet werden. So sollen unter anderem ausgetretene Piloten weiterbeschäftigt, freie Tage reduziert oder abgekauft und Teilzeit-Verträge nicht verlängert werden.

Weiters ist eine frühzeitige Kürzung des Linienprogramms, ein Leas-in ausgetretener AUA-Piloten und die Anmietung fremder Airlines in Planung. Für den so genannten "Wetlease-in Dritte" werden laut dem Papier momentan Kapazitäten bei Fluglinien wie Blue One, BMI, Welcome Air, LOT und Adria Airways geprüft. Der Vorsitzende des Bord-Betriebsrats Karl Minhard nennt das veröffentlichte Protokoll "skandalös". Er wirft dem Vorstand vor, öffentlich anders zu sprechen als zu handeln und sieht seine Befürchtungen im Bezug auf den Tyrolean-Betriebsübergang bestätigt. Minhard hofft weiter auf ernsthafte Gespräche über das vorgelegte Sparpaket, das über 96 Prozent des Personals abgesegnet haben.

AUA-Sprecher Peter Thier stellte gegenüber Austrian Aviation Net klar, dass es sich bei dem Protokoll um ein reines Hypothesenpapier handele und das Unternehmen weiter darauf setze, dass alle Piloten an Bord bleiben. Die aufgelisteten Maßnahmen seien davon abhängig. Das Arbeitspapier beweist laut Thier, dass die AUA sich, so wie es eine gut organisierte Fluglinie tue, mit einer Vielzahl von Maßnahmen auf jede mögliche Situation bestens vorbereite.

Protokoll der Arbeitsgruppe „Transition Handling“, vom 4. Mai 2012




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