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Von: Martin Metzenbauer

Verfasst am: 31.05.12 19:45

Austrian Airlines Sonderkündigungsfrist endet

Wie viele Piloten werden noch "in letzter Minute" kündigen?

Der Großteil der Piloten, die bei der AUA gekündigt haben, stammt aus der Airbus-Flotte (Foto: Peter Unmuth - www.vap-group.at).

Der Großteil der Piloten, die bei der AUA gekündigt haben, stammt aus der Airbus-Flotte (Foto: Peter Unmuth - www.vap-group.at).

Nur noch einen Tag - nämlich bis 2. Juni 2012 - hat das fliegende Personal von Austrian Airlines die Möglichkeit, innerhalb der Sonderkündigungsfrist von Bord zu gehen. Konkret bedeutet das eine erhöhte Abfertigung, die bei Piloten bis zu 500.000 Euro und bei Flugbegleitern bis zu 150.000 Euro betragen soll.

Bis jetzt haben laut AUA-internen Informationen 116 Piloten und 234 Flight Attendants gekündigt - ein Wert, der noch weit von den befürchteten 300 Kapitänen und ersten Offizieren entfernt liegt. Dies könnte sich allerdings noch ändern. Wie Austrian Aviation Net aus AUA-Kreisen erfahren hat, könnten sich noch einige Piloten sozusagen "in letzter Minute" dazu entschließen, den Konzern gegen eine Abfertigung zu verlassen und den Betriebsübergang nicht mitzumachen. Analoges ist auch aus Flugbegleiterkreisen zu hören.

Von den bisher bekannten Kündigungen bei den Cockpitbesatzungen fällt übrigens laut AUA-Kreisen rund die Hälfte auf Piloten der Airbus-A320-Flotte, gefolgt von der Boeing 777.

Arbeitsplätze für die ehemaligen AUA-Piloten gibt es offenbar genug. So stellt die stark expandierende Emirates die heimischen Flugzeugführer aufgrund ihrer exzellenten Ausbildung gerne ein. Aber auch die indische Jet Airways soll ein beliebter Arbeitgeber für Austrian Airlines-Abgänger sein. Die Fluglinie unterhält ihren Europa-Hub in Brüssel und bietet damit eine attraktive Station mit Flügen nach Indien und über den Atlantik.

Aber auch bei der AUA könnten ehemalige AUA-Piloten auch wieder eine Zukunft haben. So wurde neulich in einem internen Planungspapier überlegt, dass künftig auch Freelancer bei Austrian Airlines aushelfen könnten.



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