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News Detail


Verfasst am: 24.03.10 06:40

News zu Mapjet

In der heimischen Aviation Community wird dem Thema Mapjet weiterhin viel Aufmerksamkeit eingeräumt - wenn auch zuletzt eher kritischer Natur. Bekanntermaßen gibt es trotz anderslautender Ankündigungen nach mehreren Verschiebungen noch immer keine Buchungsmöglichkeit - was sich aber bis kommenden Freitag ändern soll. Austrian Aviation Net hatte nun als österreichisches Branchenportal die Möglichkeit, eine Reihe interessanter Fragen an das Unternehmen zu richten.

1. Wird man nur über die eigene Website oder auch über eines der weltweiten Buchungssysteme buchen können?

Selbstverständlich werden Buchungen auch über GDS Buchungssysteme wie Amadeus buchbar werden. Wir streben hier eine Kooperation mit Hahnair an. Der Verkauf in Deutschland wird über einen General Sales Agent sichergestellt werden.

2. Wie wird denn nun das Produkt an Bord aussehen? Hier war ja eine eigene Business Class geplant und größere Sitzabstände als bei den Mitbewerbern - 72 Sitze in der Dash und 100 Plätze im Embraer sind ja nun "Standard". Wird es das angekündigte In Flight Entertainment geben?

Unser Produkt wird einem gehobenen Standard ausweisen. Da wir unsere Maschinen kurzfristig auf Lease Basis von einer sehr renommierten Fluggesellschaft übernehmen, wird die entsprechende Ausstattung des entsprechenden Fluggeräts geben. Die Dash 8-Q400 ist mit 72 Plätzen und einem Sitzplatzabstand von 32„ ausgestattet, die Embraer 190 wird 32„ Pitch im vorderen Kabinenteil und 31„ im hinteren kabinenteil aufweisen.Wir bieten ein all inclusive catering sowohl für Business Class als auch Economy an. Dieses wird durch hochqualitative Produkte und Menus von Aioli sichergestellt. Ein eigenes Flight Entertainment System ist in den Fliegern nicht enthalten. Die von uns gewünschten Ausstattungen werden erst bei unseren geplanten Direct Buys inkludiert sein.

3. Warum wurde bisher so ein Geheimnis zu der Herkunft der Flieger gemacht?

Wir haben verschiedene strategische Optionen gehabt und uns jetzt für einen hervorragenden Partner entschieden. Geheimnis über die Herkunft von Fliegern machen wir nicht, aber es ist doch sinnvoll nur Informationen herauszugeben, die fix sind. Gerüchte und Möglichkeiten interessieren die Fachpresse nur mittelbar. Unsere Maschinen werden wir von Augsburg Airways erhalten und auf Basis unseres Leasingvertrags fliegen. Die Registrierung bleibt eine deutsche.

4. Gibt es bereits Ground Handling Verträge in Wien?

Selbstverständlich. Das Passagierhandling in Wien wird durch Fraport durchgeführt werden.

5. Wie sieht es mit den anderen Destinationen aus? Wird das eine oder andere von den geplanten fünf weiteren Zielen ab Ende April ebenfalls bereits bedient?

Unser Step-by-Step Approach ist darauf ausgerichtet, tägliche double daily Flüge in Businesszentren zu bedienen. Dies sind anfänglich Frankfurt und München. Weitere europäische Destinationen werden gegenwärtig gecheckt. Zusätzlich gedenken wir ab Juni die irakischen Destinationen Bagdad und Suleimanyya zu bedienen. Falls es entsprechende Charteropportunities gibt werden wir diese selbstverständlich - sofern es unsere Flugzeugauslastung ermöglich  gerne durchführen. Auch in diesem Bereich hat mapjet viel Erfahrung.

6. Als das Projekt erstmals vorgestellt wurde, hat man auch Köln/Bonn und Athen als Destinationen genannt. Was ist daraus geworden?

Wir haben unterschiedliche Optionen gehabt. Die Anzahl der angebotenen Destinationen
richtet sich aber erstmals nach dem in der Flotte zu betreibenden Fluggeräten. Köln haben wir aus geschäftstrategischen Gründen herausgenommen, Athen wurde vorerst zurückgestellt.

7. Laut ihrem Flugplan haben ihre Flugzeuge in Wien Standzeiten von ca. 7 bis 9 Stunden. So etwas kann ja nicht wirtschaftlich sein - oder sind hier dazwischen noch Flüge geplant?

Wir halten es für sinnvoll, sich bei einer extrem kurze Startupphase nicht zu übernehmen. Jede zusätzliche Destination bedeutet sehr viel Vorbereitungsaufwand, Vertragsverhandlungen mit Airports, Ground Handlern, Verkauf und Marketing. Wichtig ist es uns, das zu machen, was wir delivern können. Wir wollen nicht Geld verbrennen, sondern auf Sicht Geld verdienen. Mit schlechter Auslastung verliert man mit jeder zusätzlichen Destination nur viel Geld - das ist unser Business nicht.

8. Sie haben ja auch Flüge nach Bagdad angekündigt. Wie sieht es dort mit Landerechten aus?

Diese liegen seit 2007 bei mapjet vor.

9. Um profitabel zu sein, wurde von Ihnen eine Minimalauslastung von 76% angegeben. Sind Sie optimistisch, dass diese zu erreichen sein wird, wenn das Produkt jetzt (komfortmäßig, was ja der "Aufhänger" war) anders zu sein scheint, als geplant? Und das ganze bei Preisen, die deutlich über den Mitbewerbern liegen (ab € 222 in der Eco, € 1.022 in der Business Class für einen einstündigen Returnflight).

Wir haben unsere Kalkulationen entsprechend angepasst. Wir bieten ein gutes Produkt, das hervorragende Flugzeiten im Tagesrand anbietet. Die Preise sind entsprechend gestaffelt und richten sich selbstverständlich nach den Marktgegebenheiten. Wir sind kein Low Cost Carrier. Beispiele von Konkursen gibt es in dieser Zeit in der Luftfahrt mehr als genug. Wir versuchen, unser Geschäft mit Augenmaß und Verantwortung zu gestalten. Unser Economy Saver Tarif bietet den Roundtrip nach Frankfurt unter 190 € incl. Taxen und Gebühren und das zu den besten Zeiten.



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