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Von: Roman Payer

Verfasst am: 05.05.12 13:15

Hintergrund: Niki Laudas "Experten"-Kommentare

Niki Lauda im Cockpit eines Airbus A320. (Foto: Christian Schöpf)

Niki Lauda im Cockpit eines Airbus A320. (Foto: Christian Schöpf)

Er gilt als der wenigen Prominenten Österreichs, die weltweit bekannt sind. Die Rede ist vom ehemaligen Formel1-Weltmeister Niki Lauda, der zu jeden Thema eine, oft polarisierende, Meinung, hat. Der mehrfache Airlinegründer kommentiert auch immer wieder aktuelle Themen aus der Luftfahrt, zuletzt bezeichnete er den Kauf der Austrian Airlines durch die Lufthansa als "völlig überflüssig" - AANet berichtete. Anlässlich Laudas jüngster Aussagen hat Austrian Aviation Net einen Blick in das Archiv geworfen.

In der Freitagsausgabe des deutschen Handelsblattes sagte Lauda: „Ich habe bis heute nicht verstanden, warum es diese Übernahme überhaupt gegeben hat.“ Falls der AUA-Sparkurs scheitert, spricht sich Lauda dafür aus, dass die Lufthansa über einen Verkauf der Wiener Tochter nachdenkt. Damit hat Lauda seine Meinung um 180 Grad geändert. Denn in einem Leserbrief an die Kronen Zeitung schrieb er am 9. Juli 2009: "Ich war von Anfang an ein Befürworter der AUA-Lufthansa-Lösung und hoffe, dass diese bald genehmigt wird.“

Das ist allerdings nicht der erste Widerspruch von Lauda. Als im April 2010 die isländische Vulkanaschewolke über Europa zog, sagte er am 15. April, dem ersten Tag der Luftraumsperren, gegenüber dem ORF wortwörtlich: „Die Vulkanasche ist deswegen so gefährlich - es hat sich herausgestellt vor ungefähr zehn, zwölf Jahren ist ein Jumbo 747 in der Nacht durch eine Vulkanasche geflogen, ohne dass man die vorhergesehen hat. Dem sind alle vier Triebwerke stehen geblieben, die Scheiben des Cockpits waren fast undurchsichtig und die Piloten haben es dann Gott sei Dank geschafft, zwei Triebwerke wieder zu starten und dann eine Notlandung zu machen. Da ist ihnen dann bewusst geworden, was diese Vulkanasche, wenn man da voll hineinfliegt mit einem Flugzeug alles anrichten kann.“

Doch bereits drei Tage später nannte er die Luftraumsperre in einer Aussendung „die größte Fehlentscheidung der Europäischen Luftfahrtbehörden“. Die Verantwortlichen müssten jetzt nach Meinung Laudas "rigoros die Lufträume südlich von Keflavik öffnen, damit der Flugverkehr wieder normal stattfinden kann". Einen Monat später, als der Vulkan auf Island erneut Asche spukte, versicherte Lauda, dass der Vulkanausbruch für die Luftfahrt völlig unbedenklich sei. “Es ist ein Wahnsinn, mit den Ängsten der Menschen zu spielen." Für die Triebwerke bestehe durch staubähnliche Asche überhaupt keine Gefahr. "Es ist noch nie in der Geschichte der Luftfahrt ein Flugzeug wegen Vulkanasche abgestürzt. Noch nicht einmal ansatzweise", so Lauda, der ein Monat zuvor im Fernsehen noch schilderte, wie eine Boeing 747 durch einen Aschewolke zur Notlandung gezwungen wurde.

Trotz der kontroversen Aussagen wird Lauda von vielen Medien offenbar noch immer gerne als Experte befragt. Innerhalb der Branche hat er durch die widersprüchlichen Kommentare seine Glaubwürdigkeit aber weitestgehend eingebüßt.



 
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