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Von: Martin Metzenbauer

Verfasst am: 29.11.13 18:50

Ende für JA Flight Training

Auffanggesellschaft soll Weiterbetrieb des Simulatorzentrums ermöglichen.

Das Headquarter von JA Flight Training und der Jetalliance Holding am Flugplatz Vöslau/Kottingbrunn (Foto: JA Flight Training).

Das Headquarter von JA Flight Training und der Jetalliance Holding am Flugplatz Vöslau/Kottingbrunn (Foto: JA Flight Training).

Ein weiteres Unternehmen der Jetalliance-Gruppe muss zusperren: Im Zuge des Konkurses der Jetalliance Holding AG wird das Flugtrainingsunternehmen JA Flight Training GmbH geschlossen. Die Flugschüler wurden bereits über die aktuelle Situation informiert. "Wir holen gerade bei anderen Flugschulen individuelle Angebote zur Fortführung der Ausbildung ein", erklärte Michael Holy, JA Flight Training Managing Director gegenüber Austrian Aviation Net. "Uns ist bewusst, dass es bei den Flugschülern finanzielle Einbußen gibt, doch haben wir in der Vergangenheit stets mit offenen Karten gespielt und versucht, die Zahlungspläne dahingehend anzupassen, dass keine großen Vorauszahlungen bestehen."

Die JA Flight Training GmbH befand sich seit 14. Juni 2013 in einem Sanierungsverfahren - Austrian Aviation Net berichtete ausführlich. Geplant war seitens der Konzernführung, dass die Jetalliance Holding AG ihren Anteil an der Wartungsfirma Jetalliance Technical Services GmbH verkauft und mit diesem Erlös die Quotenzahlung der JA Flight Training GmbH finanziert. Dieser Verkauf ist Anfang November gescheitert, die Schließung der Jetalliance Holding wurde am 8. November 2013 vom Gericht angeordnet.

"Nun müsste die JA Flight Training GmbH aus eigener Kraft die Quotenzahlungen leisten. Das Unternehmen wirtschaftet positiv, doch können wir die Quotenzahlung nicht aus eigener Kraft in der geforderten Zeit aufbringen", so Holy. "Zudem ist JA Flight Training der Leasingnehmer des Gebäudes und muss nach Wegfall aller Mieteinnahmen die gesamte Miete für die kommenden drei Monate alleine bezahlen, danach wäre eine Änderung der Miethöhe möglich." Diese finanzielle Belastung sowie die Quotenzahlung lasse eine Fortführung des Betriebs nicht zu. Nachsatz von Michael Holy: "Die äußeren Umstände zwingen uns in die Knie."

Eine Chance zum Weiterbestand gibt es allerdings noch für das modern ausgestattete Trainingszentrum, das über einen Citation-Full-Flight-Simulator verfügt. Eine Auffanggesellschaft soll zumindest den Simulator-Betrieb übernehmen, mit Banken wird gerade über die Übernahme der Leasingverträge gesprochen. Die Gründung sollte in Bälde erfolgen, wenn alles klappt könne der Betrieb möglichst ohne Unterbrechung fortgeführt werden, so Holy. Zudem müssen natürlich auch die Vorgaben der Austro Control erfüllt werden.

Mit dem Ende von JA Flight Training wird nach der Jetalliance FlugbetriebsgmbH ein weiteres wichtiges Standbein des ehemals bedeutsamsten österreichischen Bedarfsflugunternehmen geschlossen. Ob Jetalliance, die sich seinerzeit sogar einen eigenen Autorennstall leistete, in irgendeiner Form weiter bestehen bleibt, steht damit mehr denn je in den Sternen.

Momentan sind aus dem einstigen Flugimperium nur noch drei Unternehmen übriggeblieben: Jetalliance Technical Services GmbH, JA Leasing GmbH sowie AC Aircraft Sales & Consulting GmbH. Letztere befindet sich - ebenso wie bis zuletzt JA Flight Training - in einem Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. Die nächste Tagsatzung ist für 12. Dezember 2013 anberaumt.



 
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