Verfasst am: 25.11.11 17:11
Von: Martin Metzenbauer
FPÖ will Erleichterungen für Airlines
Belastung durch die Ticketabgabe für die heimische Tourismuswirtschaft soll in vier Jahren 300 Millionen Euro betragen.

Der Flugverkehr hat für den Wintertourismus eine große Bedeutung, wie man sich beispielsweise am Salzburg Airport in der Wintersaison überzeugen kann (Foto: Martin Metzenbauer).
Die heimische Flugticketabgabe sowie die Flughafengebühren werden von den Airlines naturgemäß immer wieder kritisiert. Nun erhalten die Luftfahrtunternehmen Rückendeckung aus der Bundespolitik - allerdings von ungewohnter Stelle.
Es war nämlich ein FPÖ-Politiker, der am Freitag meinte: "Die Flughafengebühren sind in Österreich offensichtlich zu hoch." Die Freiheitlichen stehen der Luftfahrt ja sonst häufig kritisch gegenüber - insbesondere wenn es um das Thema Fluglärm geht.
Hintergrund dieser Wortmeldung war die Kritik, die vor kurzem die EU-Kommission an Österreich herangetragen hat. Demnach wäre in Österreich eine Richtlinie zur Steigerung der Transparenz bei den Flughafengebühren nicht umgesetzt worden "wahrscheinlich um ungerechtfertigte Mehrkosten zu verschleiern", vermutet Haider.
"Der Winter steht vor der Tür - eine für das Tourismus- und Schiland Österreich nicht unwesentliche Zeit. Denn jene Gäste, die mit dem Flugzeug nach Österreich kommen, spielen im Wintertourismus eine bedeutende Rolle. Diese dürfen nicht durch überhöhte Gebühren am Flughafen vergrault werden", so Haider weiter.
Kostensenkung und Stärkung des Tourismuslandes Österreich sei auch das Ziel eines letzte Woche von Haider eingebrachten Antrags betreffend Streichung der Flugticketabgabe. Dabei werden seit dem 1. April (!) dieses Jahres für Abflüge in Österreich mit einem Zielflugplatz innerhalb der Kurzstrecke acht Euro, innerhalb der Mittelstrecke 20 Euro und für die Langstrecke 35 Euro eingehoben.
"Die seit 1. April 2011 in Österreich geltende Flugticketabgabe wird allein in den Jahren 2011 bis 2014 die heimische Tourismusbranche mit 330 Millionen Euro belasten und ist im internationalen Wettbewerb für die österreichischen Tourismus- und Reiseunternehmen ein großer Wettbewerbsnachteil", so der freiheitliche Tourismussprecher.
"Die Stärkung des Tourismuslandes Österreich muss weiter Priorität haben. Der Wirtschaftsmotor Tourismus darf nicht abgewürgt werden", begründet Haider seine Forderung, die Flugabgabe ersatzlos zu streichen.