Verfasst am: 03.08.10 17:20
Jobmotor Luftfahrt springt langsam wieder an
Nach den massiven Passagier- und Verkehrsrückgängen der Jahre 2008 und 2009 setzt die Luftfahrtbranche derzeit wieder auf Wachstum. So konnten die beiden größten heimischen Airlines Austrian und NIKI im vergangenen Juni Fluggastzuwächse von 16,5 bzw. knapp 30 Prozent erzielen.
Für dieses Wachstum wird natürlich Personal benötigt. War die Jobsituation für Angestellte in der Luftfahrt zuletzt eher trist, zeigt sich jetzt bereits eine vorsichtige Wende. In der größten Branchen-Jobbörse Österreichs auf Austrian Aviation Net ist daher auch die Zahl der Stellenangebote zuletzt deutlich in die Höhe gestiegen. Ganz egal ob „Fliegende„, Bodendienste, kaufmännische Angestellte oder operationelles Personal – in jedem Segment gibt es derzeit Angebote für Jobsuchende.
Diesen kleinen „Boom„ kann auch der Personalchef von NIKI, Christian Euler-Rolle, bestätigen. Die Fluglinie aus dem Air Berlin-Verbund will auch nächstes Jahr verstärkt wachsen und benötigt um rund 25% mehr Personal. Insbesondere Flugbegleiter, Piloten und Techniker werden von NIKI eingestellt.
Etwas anders sieht man derzeit verständlicherweise die Situation beim größten Fluglinien-Arbeitgeber Österreichs, Austrian Airlines. Nach dem massiven Personalabbau der letzten Jahre (der heuer mit Erreichen eines Mitarbeiterstandes von 6.000 abgeschlossen sein soll) sind derzeit keine großen personellen Sprünge geplant. Trotzdem werden für bestimmte Jobs auch (wieder) Leute eingestellt. AUA-Sprecherin Patricia Strampfer: „Grundsätzlich versuchen wir Positionen, die intern frei werden, mit Mitarbeitern zu besetzen, deren Funktion in ihrer eigenen Abteilung wegfällt. Dennoch werden auch immer wieder Schlüsselpositionen frei, für die wir externe Mitarbeiter einstellen.„
Neben der Airline-Branche tun sich derzeit auch in der Geschäftsfliegerei eine Reihe von Job-Möglichkeiten auf. Bernhard Fantner, stellvertretender Geschäftsführer des Bedarfsflugunternehmens Amira Air, beurteilt die Situation derzeit so: „Im Moment sehen wir auf jeden Fall positive Signale, wie das verstärkte Chartergeschäfts und die erhöhte Nachfrage für verschiedene Flugzeug-Halterschaften.„
Derzeit gibt es jedenfalls recht viele Jobs in der Geschäftsfliegerei, wie ein Blick auf die Stellenangebote zeigt. Dabei ist es allerdings im Unterschied zu früheren Jahren so, dass Arbeitgeber nach den Golden Handshakes und Entlassungen der letzten Zeit aus einem viel größeren Pool als früher auswählen können. Oftmals werden daher sehr spezifische Anforderungen in Bezug auf Type Ratings und Flugstunden gestellt.
Komplette Jubelstimmung ist trotz der positiven Zeichen noch nicht angebracht, wie Bernhard Fantner unterstreicht: „Das Marktumfeld muss ähnlich freundlich bleiben, um dieses Wachstum nachhaltig zu fördern. Eine weitere wirtschaftliche Krise (in welcher Form auch immer) wäre in diesem Zusammenhang fatal.„
Die Suche nach geeigneten Bewerbern geht heutzutage in erster Linie über branchenspezifische Online-Medien wie Austrian Aviation Net. NIKI-Personalchef Euler Rolle: „Wir finden unsere Mitarbeiter hauptsächlich über Online-Plattformen, vereinzelt auch über Printmedien.„ Ähnlich sieht dies Amira-Mann Fantner: „Von den klassischen, früher vielleicht üblichen Wegen wie Zeitungsinserat oder Personalberatung sehen wir komplett ab.„ Er setzt ebenfalls hauptsächlich auf Online-Plattformen aber auch auf brancheninterne Kontakte oder Empfehlungen.
Austrian Aviation Net Jobbörse
