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Von: Patrick Kritzinger

Verfasst am: 21.08.12 11:09

Ryanair sucht Interessenten für Dublin-London

Um die Bedenken der Wettbewerbsbehörde auszuräumen und die Übernahme von Aer Lingus voranzutreiben, möchte Ryanair die Strecke London-Dublin auslagern. Unter anderem ist die Airline deshalb mit Virgin Atlantic in Gesprächen. Zudem sei eine Rekordbestellung über 300 Flugzeuge in Planung.

Foto: AirTeamImages.com

Ryanair befindet sich in Gesprächen mit mehreren Carriern, um einen Interessenten für die Dublin-London Flüge der Aer Lingus zu finden. Auch Virgin Atlantic ist darunter. Die britische Fluggesellschaft, die bis dato ausschließlich Mittel- und Langstreckenflüge im Programm hatte, wird ab März 2013 mit drei geleasten Airbus A319 British Airways auf der Strecke London Heathrow-Manchester Konkurrenz machen.

Falls sie sich zusätzlich dazu bereit erklärt, die Frequenzen nach Dublin von den Iren zu übernehmen, könnte eine Übernahme der Kleeblatt-Airline durch den lokalen Konkurrenten Ryanair beschleunigt werden, hofft die Lowcost-Airline. Wie der Independent berichtet, würden bei einer angestrebten Fusion von Aer Lingus und Ryanair knapp 80 Prozent der Routen aus Irland von dem Unternehmen durchgeführt. Eine Auslagerung jener bedeutenden Strecke könnte diesen Prozentsatz deutlich senken.

Momentan verhandelt Ryanair zudem über die größte Flugzeugbestellung, die je von einer europäischen Airline getätigt wurde. Sie umfasst bis zu 300 neue Maschinen und könnte einen Wert von 10 Milliarden Euro überschreiten. Die verbleibenden elf Boeing 737-800 des letzten „Rekordauftrags“ sollen Anfang 2013 zur Flotte stoßen.

Ob es sich bei den Flugzeugen erneut um Narrowbodys des US-amerikanischen Flugzeugbauers oder gar der europäischen Konkurrenz handelt, wollte Ryanair nicht bekanntgeben. Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass die Airline mit ihrer reinen Boeing-Flotte weitere in Seattle gefertigte Maschinen übernehmen möchte, um ältere Exemplare zu ersetzen. Auch Optionen für Langstreckenflugzeuge seien im Bereich des Möglichen.

Ähnliche Rabatte wie beim 2002 abgeschlossenen Deal werde es aber diesmal für Ryanair nicht geben, heißt es von Seiten des Herstellers. Die Listenpreise waren nicht zuletzt dank voller Auftragsbücher nach zahlreichen Großbestellungen  aus Asien und Nordamerika in die Höhe geschossen.


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