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Von: Josef Zitzler

Verfasst am: 11.11.14 11:09

LH: Condor einer Kooperation nicht abgeneigt

Das "Wings-Konzept" der Lufthansa wird von der ganzen Branche aufmerksam verfolgt.

Im Winterflugplan auch in Wien ein regelmäßiger Gast: eine B767-300 von Condor (Foto: AirTeamImages - www.airteamimages.com).

Zum direkten Konkurrenten könnte durch die "World-Wings"-Strategie der große deutsche Ferienflieger Condor werden. Wettbewerb und Konkurrenz wären vor allem im Bereich der Tourismusmärkte generell normal, ließ Condor-Chef Ralf Teckentrup in einem Interview mit airliners.de wissen, dennoch nehme er die Lufthansa-Pläne, vermehrt in den Leisure-Markt einzusteigen, sehr ernst.

Zwölf Langstreckenflugzeuge des Types Boeing 767-300 sind aktuell für Condor weltweit zu Feriendestinationen unterwegs, zusätzliche drei wurden für den aktuellen Winterflugplan von Thomas Cook angemietet. Im Juni 2015 wird eine weitere Boeing dieser Bauart in die Condorflotte integriert werden und das Kennzeichen D-ABUS tragen. Die zusätzliche Maschine, die 2001 gebaut wurde, wird künftig zu den neuen Zielen in den USA (Portland, Oregon und Providence, Rhode Island) fliegen, nachdem sie auf den inneren (neue Sitze in allen Klassen) und äußeren ("Sunny Heart") Condor-Standard gebracht wurde. Im Wings-Konzept der Lufthansa hingegen sind einige Airbus A330 geplant, die unter einer Billigmarke ab Köln/Bonn oder München ebenso wie Condor zu touristischen Langstreckenzielen fliegen werden. Unabhängig davon baut Lufthansa bis zu 14 altgediente A340 auf mehrheitlich Economy um, um damit auch ab dem Hub Frankfurt günstigere Ferndestinationen anbieten zu können.

All' diese Vorhaben der größten deutschen Fluggesellschaft bringen Condor jedoch nicht aus der Ruhe, die Airline werde sich "das anschauen und entsprechend reagieren." Condor sei sehr flexibel und könne zudem günstig produzieren, fügte der CEO noch an. Die Lufthansa befindet sich derzeit noch auf der Suche nach einem Kooperationspartner für die neuen Langstreckenpläne, als ehemaliger Lufthansa-Tourismusableger könnte so auch Condor ins Treffen geraten. Diesbezügliche Verhandlungen wurden erwartungsgemäß nicht bestätigt, "wir würden uns Gesprächen mit Lufthansa aber nicht verschließen", so Chef Teckentrup. Wenn eine Zusammenarbeit für alle Seiten Sinn mache, könne "man Dinge gemeinsam entwickeln." Auf einigen Ebenen besteht bereits jetzt eine Partnerschaft zwischen den zwei deutschen Airlines, so gibt es beispielsweise Zubringerflüge zu den neuen Varadero-Flügen der Condor ab Köln/Bonn mit Germanwings.


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