Austrian Aviation Net - Das Magazin der österreichischen Luftfahrt
 
 
 
   
 

News Detail


Von: Patrick Kritzinger

Verfasst am: 09.05.12 18:47

Der Kampf um das Cimber-Erbe

FlyBe Nordic und Skyways kämpfen momentan um die Routen, die durch die Insolvenz der Cimber Sterling frei wurden. Eine Kooperation mit SAS scheint aber für beide unumgänglich.

Foto: AirTeamImages.com

Nach dem Bankrott der dänischen Lowcost-Airline Cimber Sterling Ende letzter Woche plant FlyBe Nordic mindestens acht ATR 42/72, alle Inlandsrouten innerhalb Dänemarks und rund 250 Angestellte zu übernehmen. Entsprechende Verhandlungen mit den Masseverwaltern seien bereits im Gange.

Das finnisch-britische Joint-Venture mit Sitz in Helsinki hat bereits in der Vergangenheit Interesse an den Strecken von Kopenhagen nach Aalborg, Billund, Bornholm, Karup und Sønderborg bekundet und verbindet die dänische Hauptstadt seit kurzer Zeit mit Stockholm Bromma. Bis zu 15 Flugzeuge – ex-Cimber-Maschinen eingeschlossen – könnte man auf den neuen Strecken einsetzen. FlyBe Nordic betreibt derzeit ebenfalls beinahe eine reine ATR-Flotte.

Aber auch die schwedische Inlandsfluglinie Skyways, die dieselben ukrainischen Eigentümer wie Cimber Sterling hat, interessiert sich für die Routen und befindet sich in intensiven Gesprächen mit den Konkursverwaltern.

Überraschend hat SAS bekundet, trotz des Konkurrenzkampfes mit Finnair, die 40 Prozent der Anteile an FlyBe Nordic hält, eine Partnerschaft mit dieser in Erwägung zu ziehen. Eine Zusammenarbeit mit Scandinavian wäre für beide Airlines unumgänglich, da der Großteil der Inlandspassagiere in Kopenhagen auf internationale SAS-Flüge umsteigt.

Sowohl SAS als auch die British Airways-Tochter Sun Air of Scandinavia haben als Reaktion auf die Insolvenz von Cimber bereits angekündigt, neue Flüge ab Aarhus und Aalborg aufzulegen.


Aktuell

 
News Regional News International Feature Forum Im Focus Home Newsletter Jobs Facebook Links