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Von: Roman Payer

Verfasst am: 01.08.12 10:40

AUA-Boeing 777 fällt vermutlich zwei Wochen aus

Ein Airport-Fahrer kollidierte beim Rangieren des Flugzeuges mit dem AUA-Hangar. Die Maschine fällt voraussichtlich zwei Wochen aus. Die JFK-Flüge sollen in der Zwischenzeit mit einer Boeing 767 durchgeführt werden. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.

Foto: Martin Metzenbauer

Erneut Pech für die Austrian Airlines: Am Sonntagabend ist eine AUA-Boeing 777 erheblich beschädigt worden. Ein Mitarbeiter der Flughafen Wien AG hätte den Langstrecken-Flieger für Wartungsarbeiten in den Flugzeughangar schleppen sollen. Dabei kollidierte das Flugzeug mit dem Dachträger des Hangars, wie AUA-Sprecher Peter Thier gegenüber Austrian Aviation Net sagte.

Die AUA-Techniker fürchteten bereits, dass der Dachträger die Außenhülle der Triple-Seven durchstoßen hätte. Ein erster Check am gestrigen Abend brachte die Erleichterung: Der hochsensiblen Technik im Inneren des Flugzeugs sei nichts passiert. Trotzdem fällt die OE-LPD nach einer ersten Einschätzung für zwei Wochen aus.

Der Schaden an der OE-LPD (Foto: AUA-Technik)

Man habe noch gestern den Flugzeughersteller Boeing informiert. Deren Ingenieure sollen nun bei der Reparatur helfen. Denn eine Flugzeugnase ist wegen der Aerodynamik dreidimensional gebogen - eine knifflige Reparatur steht bevor. Bei der AUA hofft man, dass es dabei zu keinen Verzögerungen kommt und die Maschine in zwei Wochen wieder startklar ist.

Die Maschine während der "Nasen-OP" heute am Vormittag (Foto: AUA-Technik)

Für die Streckenplanung bedeutet der Ausfall, dass nach New York statt der 777 nun eine etwas kleinere Boeing 767 fliegen wird. Auf den 767-Flügen wiederrum soll ein Airbus A321 eingesetzt werden. Thier betonte, dass keine Flüge ausfallen werden.

Die Höhe des Schadens wollte Thier nicht beziffern. Es handle sich aber um einen Versicherungsfall.

Für den Flughafen Wien ist es innerhalb kurzer Zeit der mittlerweile dritte größere Vorfeld-Zwischenfall. Im Mai wurde ein NIKI-A320 am Gate schwer beschädigt. Wenige Tage später rutschte beim Beladen ein Frachtcontainer seitlich in ein Triebwerk eines AUA-Flugzeuges.


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