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Von: Peter Unmuth

Verfasst am: 19.05.10 20:31

Air Berlin verringert Verlust im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2010 ist die Zahl der von Air Berlin beförderten Passagiere um 2,4 Prozent auf 6,2 Millionen gestiegen. Nach der erfolgreichen Integration der von TUIfly übernommenen City-Strecken ist Air Berlin wieder auf dem Wachstumspfad, da sich auch die Nachfrage nach Flügen innerhalb Europas wieder erholt hat. Der saisonal bedingte operative Verlust (EBIT) verringerte sich von minus 107,6 Millionen im Vorjahresquartal (pro-forma) auf minus 98,6 Millionen Euro in den ersten drei Monaten 2010, wobei der harte Winter seine Spuren hinterlassen hat. Bedingt durch die Flughafensperrungen in Folge der Wintereinflüsse sank der Umsatz um 3,3 Prozent von von 714,2 auf 690,9 Millionen Euro.

Der Gesamtumsatz je Passagierkilometer (RRPK) konnte mit 8,5 Eurocent geringfügig  verbessert werden. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Leasingaufwand (EBITDAR) erhöhte sich um 46 Prozent von 30,2 auf 44,1 Millionen Euro im Berichtsquartal, trotz der Extrakosten, die wegen des harten Winters durch Flughafenschließungen, Flughafengebühren, Navigation und Enteisung sowie Personal angefallen sind. Die von den außerordentlichen Schneemengen hervorgerufenen widrigen Sichtverhältnisse verlängerten die durchschnittliche Flugdauer um acht Minuten. Dies führte zu einem höheren Kerosinverbrauch und damit höheren Kosten pro Flug. Air Berlin sind durch den harten Winter insgesamt Mehrkosten in zweistelliger Millionenhöhe entstanden.

Joachim Hunold, CEO Air Berlin, sagte am Donnerstag: "Air Berlin hat wie andere Fluggesellschaften die wirtschaftlichen Folgen des Ausnahmewinters gespürt. Dennoch haben wir das Ergebnis verbessert. Wir verzeichnen eine Nachfragesteigerung im Europaverkehr, den Air Berlin mit der Integration der TUIfly-Verbindungen ausgebaut hat".

Durch den Kapazitätszuwachs von 5 Prozent ist der Sitzladefaktor um 0,8 Prozentpunkte auf 70,8 Prozent gesunken. Der Umsatz pro Sitzkilometer (RASK) verringerte sich leicht um 0,7 Prozent von 6,1 Eurocent im Vorjahresquartal auf 6,0 Eurocent im Berichtszeitraum. Zum Ende des ersten Quartals 2010 betrug die Zahl der Firmenverträge 1.276. Das im März aufgelegte Programm für kleine und mittelständische Unternehmen "business points" nutzen mittlerweile schon 1.800 Firmen.

Die betrieblichen Aufwendungen konnten im Berichtsquartal um 4 Prozent auf 793,6 Millionen Euro nach 826,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum verringert werden. Neben dem entlastenden Effekt durch geringeren Treibstoffaufwand tragen die Bemühungen zur Kostensenkung und zur Effizienzsteigerung weiter Früchte. Auf Grund des Flottenwachstums sind die Aufwendungen für die Flotte im ersten Quartal 2010 um 3,5 Prozent von 137,8 Millionen auf 142,7 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen.


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