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Von: Roman Payer

Verfasst am: 19.09.12 19:44

Mayrhuber soll LH-Aufsichtsratschef werden

Beschluss auch zu Billigtochter unter dem Dach von Germanwings

Foto: Austrian Aviation Net

Der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG hat sich nun doch für den Ex-CEO Wolfgang Mayrhuber als neuen Chef des Kontrollgremium ausgesprochen. Zuletzt hatte es von Aktionären Zweifel gegeben, ob der gebürtige Oberösterreicher tatsächlich Lufthansa-Aufsichtsratschef werden soll. Vor allem seine missglückten Zukäufe, darunter British Midlands und Austrian Airlines, wurden mehrfach kritisiert.

Bei seiner heutigen Sitzung in Frankfurt habe der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats der Deutschen Lufthansa AG eine Empfehlung für die Nachfolgeregelung für die mit Ablauf der Hauptversammlung 2013 altersbedingt nicht zur Wiederwahl anstehenden Aufsichtsratsmitglieder abgegeben, heißt es dazu am Mittwoch in einer Aussendung. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Weber soll Wolfgang Mayrhuber, bis Dezember 2010 Vorstandsvorsitzender der Lufthansa, folgen.

Außerdem hat der Lufthansa-Aufsichtsrat heute entschieden, dass unter dem Dach der Lufthansa-Tochter Germanwings „alle innerdeutschen und europäischen Strecken außerhalb der Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München zum 1. Januar 2013 kommerziell und organisatorisch“ gebündelt werden.

Die Gesellschaft soll ihren Sitz in Köln haben und die Flugzeuge von Germanwings und die Flotte der Direct Services betreiben. Darüber hinaus werden die Flugzeuge der Eurowings GmbH im Auftrag der neuen Gesellschaft fliegen, sodass insgesamt rund 90 Flugzeuge den Direktverkehr in Deutschland und Europa abdecken. Im ersten Jahr sollen über 18 Millionen Passagiere befördert werden, so das gesteckte Ziel der Lufthansa. Die Entscheidung über den künftigen Markennamen werde jedoch erst in den kommenden Monaten fallen.

In der Pressemittteilung sagte Lufthansa-CEO Christoph Franz: „Die Bündelung unserer innerdeutschen und europäischen Punkt-zu-Punkt-Verkehre birgt erhebliche Effizienzpotenziale. Unser Ziel ist, diese Verkehre unter dem Dach einer Gesellschaft wieder profitabel zu fliegen. Damit bieten wir unseren Gästen weiterhin ein dichtes und hochwertiges Streckennetz auch außerhalb unserer Drehkreuze Frankfurt und München. Und unsere Mitarbeiter in diesen Bereichen haben die Perspektive auf sichere Arbeitsplätze in einem Unternehmen der Lufthansa Gruppe."


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