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Von: Martin Metzenbauer

Verfasst am: 16.09.14 19:15

Lufthansa: Einigung mit UFO

Lufthansa und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben eine Vereinbarung für Kostenreduzierungen auf der preissensitiven Langstrecke getroffen. Weiterhin keine Arbeitnehmerüberlassungen in der Kabine.

Das Kabinenpersonal konnte sich mit dem Lufthansa-Management einigen (Foto: Martin Metzenbauer).

Vor kurzem hatte Lufthansa angekündigt, bis zu 14 Flugzeuge vom Typ A340-300 in einer "privatreiseorientierten Kabinenkonfiguration" weiter zu betreiben. Voraussetzung dafür sei eine Kostenreduktion von 20 Prozent. Mit den in der UFO organisierten Flight Attendants wurde diese Kostensenkung für den Bereich der Kabine am Dienstag vereinbart.

Das Konzept ohne First Class und mit nur 18 Sitzen in der Business Class soll es ermöglichen, die Zahl der Flugbegleiter auf diesen Flügen bei Erhalt des Servicestandards zu reduzieren. Zudem gibt es eine neue Purserposition, die bei allen A340-300 auch in die Serviceabläufe eingebunden ist. Diese Vereinbarung gilt auch für Nachfolgemuster des Airbus A340-300 in der Langstreckenflotte der Lufthansa.

Auch für die Schaffung neuer Low-Cost-Plattformen im Lufthansa Konzern unter dem Wings-Dach haben sich die Tarifpartner auf Eckpunkte verständigt. So wollen sich die Tarifpartner diesem Segment in einem ersten Schritt anhand von Vergleichsstudien unter Berücksichtigung des Marktumfeldes widmen.

Darüber hinaus konnten Lufthansa und UFO sich für die weiteren Verhandlungen zur Neuregelung der Versorgungssysteme der Alters- und Übergangsversorgung auf Ablaufpunkte für die weiteren Gespräche verständigen. Dazu soll eine Umstellung von einem "Defined Benefit" auf ein "Defined Contribution System" erfolgen. Das bedeutet, dass zukünftig nicht mehr die Höhe der Auszahlung garantiert wird, sondern ein vereinbarter Betrag, der am Kapitalmarkt verzinst wird.

Dabei sollen Mitarbeiter grundsätzlich die Höhe des heutigen Versorgungsniveaus erreichen können, jedenfalls dann, wenn sie entsprechende Eigenbeiträge leisten. Details zur Finanzierung werden Gegenstand weiterer Verhandlungen sein. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kabine sollen auch in Zukunft die Möglichkeit haben, vorzeitig aus dem Flugdienst auszuscheiden.

Außerdem wurden eine Fortsetzung des Jahresarbeitszeitmodells sowie weitere Modelle zur Saisonalisierung vereinbart. Lufthansa hat ihrerseits zugesichert, für einen festgelegten Zeitraum weiterhin auf Arbeitnehmerüberlassungen zu verzichten. 

Auf Basis dieser vergangene Nacht erzielten wichtigen Vereinbarungen sollen die Verhandlungen zu verschiedenen Tarifthemen im Rahmen der so genannten "Agenda Kabine" fortgesetzt werden.


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