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Von: Patrick Kritzinger

Verfasst am: 19.08.11 12:00

Villach will IATA-Code beantragen

Nach den Streckenstreichungen der Air Berlin am Flughafen Klagenfurt, plant der Bürgermeister Villachs, einen eigenen Flughafencode zu beantragen und das Land durch einen Shuttleservice mit dem Flughafen Ljubljana im benachbarten Slowenien zu verbinden. Der Plan stößt in Kärnten jedoch auch auf Unverständnis und harte Kritik.

Bald wird der NIKI Embraer wohl eher seltener in Klagenfurt anzutreffen sein. (Foto: Martin Metzenbauer)

Um auch ohne einen eigenen internationalen Flughafen in den Flugplänen namhafter Airlines aufzuscheinen, soll ab September ein regelmäßiger Shuttleservice die Stadt Villach mit dem Flughafen Ljubljana (Laibach) verbinden.

Nachdem zuletzt Air Berlin den Flughafen Klagenfurt aus ihrem Streckennetz gestrichen hatte, kritisieren Touristiker und Geschäftsleute die Anbindung Kärntens als äußerst lückenhaft. Eine 50-minütige Busfahrt ins benachbarte Slowenien stelle daher zumindest für die Wirtschaftstreibenden aus dem Raum Villach die beste Lösung dar, das geht aus dem Entwicklungsplan „Vision 2020“ hervor. Ab dem Flughafen „Brnik“ stehen Passagieren dann zuverlässige Flugverbindungen in die größten europäischen Hauptstädte zur Verfügung.

Villach solle zudem einen eigenen „Drei-Letter-Code“ bekommen, um den zahlreichen Touristen die Buchung eines Fluges in die Kongressstadt zu erleichtern. Der Bustransfer von und nach Kärnten solle dann bei der Flugreservierung gleich mitgebucht werden können.

Dem Flughafen Klagenfurt Konkurrenz zu machen, sei nicht die Absicht dieses Vorhabens, so Bürgermeister Helmut Manzenreiter (SPÖ) in einem Interview mit dem ORF. Man ginge damit ausschließlich den Wünschen der Wirtschaft nach. ÖVP-Chef Josef Martinz kritisierte am Mittwoch das Vorhaben des Villacher Bürgermeisters. Er befürchte, dass dies dem Tourismusstandort schaden könnte und gibt zudem die hohen Kosten für die Anmeldung eines Flughafen-Codes zu bedenken. Gespräche zwischen der Stadt Villach und dem Flughafen Klagenfurt habe es außerdem nicht gegeben. Der Kärnten Airport in Klagenfurt steht laut Eigenangaben in engem Kontakt mit alternativen Fluggesellschaften, um Verbindungen nach Frankfurt, Berlin, Köln und voraussichtlich auch Hamburg für die Zukunft zu sichern.


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