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Verfasst am: 19.11.07 13:44

Dritte Piste: UVP geht in nächste Phase

"Ergänzungsauftrag" an Flughafen Wien AG.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zur 3. Piste am Flughafen Wien geht nun in die nächste Phase. Die von der zuständigen Behörde, dem Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, eingeholten Stellungnahmen liegen vor. 55 Beteiligte, von den Standortgemeinden über die mitwirkenden Behörden bis zu den Umweltanwälten, konnten in dieser Phase Ergänzungen oder zusätzliche Wünsche zur Einreichung einbringen. Die Behörde hat diese Stellungnahmen im Ergänzungsauftrag an den Flughafen zusammengefasst.

"Für uns ist das die Phase des Expertendialoges, in der unterschiedliche Ansprüche angeglichen werden können", erläutert Airportsprecherin Brigitta Pongratz. "Wir sehen die sachverständigen Beurteilungen als Möglichkeit, unsere Planung weiter zu optimieren."

Positiv sei laut Aussendung der Flughafen Wien AG in dieser Phase, dass dem Projekt aus Sicht von Gutachtern und Behörde nach der ersten Prüfung keine grundlegenden Hindernisse entgegenstünden.

Im Ergänzungsauftrag gehe es laut Andrea Faast, Leiterin des Bereichs Planung und Bau am Flughafen Wien, zum einen um Stellungnahmen, die sich auf die Umweltverträglichkeitserklärung beziehen. So geht es beispielsweise um den Wunsch der Umweltanwaltanwaltschaft Niederösterreich, die Auswirkungen der 3. Piste auf die verschiedenen Naturschutzaspekte in einer Zusammenschau, darzustellen. Faast: "Wir haben die Auswirkungen auf die Umwelt sowohl detailliert in Kapiteln als auch zusammenfassend dargestellt. Dem Wunsch der Umweltanwaltschaft, eine eigene Zusammenschau auch der Naturschutzaspekte vorzulegen, kommen wir aber gerne nach."

Nachjustierungen wünschen sich Gutachter der Behörde zum anderen auch in Abschnitten der Einreichung, die nicht die Umweltverträglichkeit, sondern Bauvorschriften betreffen. Etwa bei der Ausweisung der Sicherheitszone rund um den Flughafen, in der beispielsweise Häuser eine bestimmte Höhe nicht überschreiten dürfen. In der Einreichung wurde diese Zone exakt ausgewiesen, und zwar auf Basis eines Luftbildes. Auf Wunsch des Gutachters wird diese Sicherheitszone nun zusätzlich auf Basis des amtlichen Katasters dargestellt.

Für die Umweltverträglichkeitserklärung zur 3. Piste am Flughafen Wien haben 20 Gutachterteams insgesamt 39 Fachgutachten erstellt, etwa zu Lärm, Gesundheit, Naturschutz und Luftschadstoffen. Die Planung des Flughafens - insgesamt rund 8.000 Seiten Text und rund 270 Quadratmeter Pläne - umfasst aber nicht nur alle umweltrelevanten Aspekte, sondern auch die umfangreichen technischen Ausführungen zu den baufachlichen Teilen des Projektes. Bis Anfang kommenden Jahres wird der Ergänzungsauftrag in die Planung eingearbeitet. Brigitta Pongratz: "Wir haben ein umweltverträgliches, professionell und gewissenhaft geplantes Projekt eingereicht. Für uns ist nun wichtig, rasch und genau die erforderlichen Ergänzungen für die Arbeit der behördlichen Gutachter, die im kommenden Jahr beginnt, vorzunehmen."


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