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Von: Martin Metzenbauer

Verfasst am: 09.08.14 08:52

Etihad steigt bei Alitalia ein

Die arabische Airline hält künftig 49 Prozent der Anteile an der italienischen Fluglinie.

Airbus von Alitalia (Foto: Andy Graf).

Etihad setzt die Einkaufstour in Europa fort: Nach Air Berlin, Etihad Regional/Darwin oder Air Serbia hat sich die Golf-Airline nun vorbehaltlich diverser Genehmigungen 49 Prozent an der seit Jahren kriselnden Alitalia gesichert. Insgesamt wird Etihad 560 Millionen Euro in die italienische Fluglinie stecken, darunter 387,5 Millionen Euro für die Anteile selbst. Weitere 112,5 Millionen Euro zahlt Etihad für 75 Prozent an Alitalia Loyalty Spa, die das Vielfliegerprogramm MilleMiglia betreibt. Zusätzliche 60 Millionen Euro gibt es für fünf Slot-Paare in London-Heathrow, die von Alitalia zurückgeleast werden.

Daneben werden auch die bisherigen Kernaktionäre Geld in die flügellahme Airline stecken: Intesa San Paolo (88 Millionen Euro), Poste Italiane (75 Millionen Euro), UniCredit (63,5 Millionen Euro), Atlantia (51 Millionen Euro), IMMSI (10 Millionen Euro), Pirelli (10 Millionen Euro) and Gavio (2,5 Millionen Euro). Zusammen mit weiteren finanziellen Restrukturierungsmaßnahmen und einem Kredit von 300 Millionen Euro sollen insgesamt 1,76 Milliarden Euro in die Alitalia-Kassen gespült werden.

Etihad Chief Executive Officer James Hogan erklärte dazu: "Für Etihad Airways ist dies eine strategische und langfristige Investition. Nach der Fertigstellung sehen wir uns gemeinsam mit den anderen Aktionären verpflichtet, eine neu belebte Alitalia als wettbewerbsfähiges, nachhaltiges und profitables Unternehmen aufzubauen, das im globalen Luftverkehrsmarkt erfolgreich agieren kann." Bis 2017 möchte Hogan Alitalia in den schwarzen Zahlen sehen.

In einem ersten strategischen Schritt werden ab dem kommenden Winterflugplan die Flüge von Rom nach Abu Dhabi von fünf auf sieben wöchentliche Verbindungen ausgebaut sowie eine neue Verbindung zwischen Mailand und dem Etihad-Hub eingeführt. Ab dem Sommer 2015 sollen neue Flüge von Venedig, Catania und Bologna nach Abu Dhabi folgen.

Alitalia soll insbesondere im Langstreckensegment wachsen - für Rom sind fünf neue Interkontinentaldestinationen geplant, ab Mailand soll die Anzahl der Langstreckenflüge überhaupt gleich verdoppelt werden. Dafür soll die Widebody-Flotte, die derzeit aus 22 Flugzeugen der Typen Airbus A330 und Boeing 777 besteht, um etwa ein Drittel vergrößert werden.

Wenn nichts dazwischen kommt, soll die Transaktion mit dem kommenden Jahreswechsel abgeschlossen werden.


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