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Von: Sonja Dries

Verfasst am: 24.04.12 09:43

Flughafen Wien wehrt sich gegen Gabmann-Klage

Die Flughafen Wien AG reagiert auf die Klageschrift des Ex-Vorstandes Ernest Gabmann und stellt diesem dabei kein gutes Zeugnis aus.

Der Flughafen Wien war mit der Arbeit Ernest Gabmanns keineswegs zufrieden. (Foto: Martin Metzenbauer)

Nachdem Ernest Gabmann Mitte April Klage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, die Flughafen Wien AG, eingereicht hatte, stellt das Unternehmen in der Klagebeantwortung nun seine Version der Geschehnisse dar. Der Ex-Flughafen-Vorstand kommt dabei gar nicht gut weg.

Wie der Standard berichtet, will sich die Flughafen Wien AG keinesfalls auf Gabmanns Klageforderung in Höhe von 500.000 Euro einlassen. Anwalt Helmut Engelbrecht bezieht sich in seinem Schreiben auf Zitate aus der Aufsichtsratssitzung vom 15. Dezember 2010, in deren Zuge die Verträge des damaligen Vorstands, nach Bekanntwerden des Skylink-Debakels, vorzeitig beendet worden waren.

Die damals zuständigen Kontrollore gaben an, dass Gabmanm der Gesellschaft "aufs Aug gedrückt" worden war, dieser keine Ahnung vom Geschäft hätte und sowieso nicht geeignet wäre. "Die Flughafen Wien AG funktioniert trotz und nicht wegen des Vorstands," soll der ehemalige Flughafen-Aufsichtsratschef Johannes Coreth damals gesagt haben.

Im Bezug auf den laut Gabmann versprochenen Konsulentenvertrag kontert die Flughafen AG damit, dass sie lediglich Verhandlungen angeboten hätte. Diese wären jedoch daran gebunden gewesen, dass man für Gabmann einen Aufgabenbereich findet, der im Interesse des Flughafens liegt. Das wäre jedoch nicht der Fall gewesen. Der Unterschied zwischen Gabmann und seinem ehemaligen Vorstands-Kollegen Gerhard Schmid, im Bezug auf die Bedeutung für das Unternehmen, sei damals "öfter kommuniziert worden." Schließlich sei Schmid zwölf Jahre im Vorstand gewesen, Gabmann nur zweidreiviertel Jahre.

Dass Ernest Gabmann seine Skylink-Zuständigkeit Anfang 2011 zurückgelegt hat, wertet die Flughafen Wien AG als Zeichen dafür, dass er weder Arbeit noch Verantwortung übernehmen wollte. Das damalige Vorstands-Mitglied bekam daraufhin die Bereiche Allgemeine Bauabteilung sowie Immobilien und Retail zugewiesen. Doch "auch diesem eingeschränkten Aufgabenbereich kam er nicht in zufriedenstellender Weise nach," so der Wortlaut der Klagebeantwortung.


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