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Von: Jan Gruber

Verfasst am: 06.08.14 09:45

SkyWork-Chef kritisiert seine Vorgänger

Ehemaliges Management weist Vorwürfe scharf zurück.

Dornier 328 (Foto: Andy Graf).

Martin Inäbnit, neuer Verwaltungsratspräsident und Geschäftsführer bei SkyWork Airlines, lud am Dienstag erstmals Medienvertreter ein. Wie die "Berner Zeitung" berichtet, hat Daniel Borer sämtliche Aktien des Unternehmens abgestoßen. An wen diese verkauft wurden, wollte Inäbnit mit Hinweis auf das Statut der nicht-börsennotierten Gesellschaft jedoch nicht sagen. Einzig und allein, dass auch er Anteile erworben habe, gab er zu.

Ziel ist es allerdings, dass die Aktien von SkyWork Airlines breiter gestreut werden. So sollen Mitarbeiter, aber auch Interessierte aus der Bevölkerung künftig Anteilsscheine der Regionalfluggesellschaft erwerben könne. Das Medium geht davon aus, dass sich spätestens in der darauffolgenden Generalversammlung die Identität der neuen Großaktionäre lüften wird.

SkyWork befinde sich momentan an jenem Punkt, an dem das Unternehmen vor dem Einstieg des Investors Daniel Borer stand. Inäbnit warf dem Medienbericht nach seinen Vorgängern kapitale Managementfehler vor. So habe Tomislav Lang eine "irreschnelle" Expansionsstrategie geflogen und dadurch unzählige Altlasten verursacht. Weitere Kritikpunkte sollen die Größe der Firmenzentrale und das bereits vor langer Zeit eingestellte Sponsoring des FC Thun gewesen sein.  Das ehemalige Management wies die Vorwürfe auf Anfrage von Austrian Aviation Net als verletzend und verleumderisch zurück.

Inäbnit möchte nun "jeden Vertrag und jeden Prozess anschauen", um die Kosten zu senken. Ein Standardsatz, den man seit Jahren von so ziemlich jeder europäischen Fluggesellschaft hört.  In puncto Flotte soll Inäbnit darauf verwiesen haben, dass 50-Plätzer optimal wären, jedoch die Leasingverträge mit Borers Centaurium noch bis 2018 laufen würden. Daher werde es in naher Zukunft keine Veränderungen geben. Im Sommerflugplan werden momentan 18 Destinationen angesteuert, im Winter sollen es nur noch neun sein, da typische Leisure-Strecken nicht benötigt werden.


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