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Von: Susanne Dreier-Phan Quoc

Verfasst am: 19.04.15 17:20

Mit Turkish Airlines unterwegs nach Aqaba

Austrian Aviation Net durfte auf Einladung der Fluglinie den Business-Class-Service sowie die Lounge in Istanbul testen und allerlei Interessantes über Turkish Airlines erfahren.

Turkish hat ca. 260 Flugzeuge von Airbus und Boeing in der Flotte (Foto: Boeing).

Bereits seit Mai 2013 fliegt der Star-Alliance-Partner Turkish Airlines in rund zweieinhalb Stunden nonstop von Salzburg nach Istanbul Atatürk. Da man mit der Auslastung dieser Flüge sehr zufrieden war, hat man Anfang 2015 die Frequenz von anfänglich vier auf 10 Linienflüge die Woche erhöht. Aus Wien fliegt Turkish inzwischen bereits 35 mal pro Woche, das sind 5 Linienflüge pro Tag. Österreichweit werden so rund 450.000 Passagiere pro Jahr befördert.

Turkish Airlines befindet sich derzeit bekanntlich auf weltweitem Expansionskurs, 2014 konnte man das selbst gesteckte Ziel von 60 Millionen Passagieren locker erreichen. Ab 2019 - zur Eröffnung des neuen Istanbuler Flughafens, der einer der größte der Welt werden soll - will man die strategisch günstige Position zwischen Europa, Asien und dem arabischen Bereich weiter stark auszubauen. Über den Hub Istanbul Atatürk (IST) fliegt die mit zahlreichen Preisen, u.a. den "Passengers Choice Awards" von Skytraxx, ausgezeichnete Fluglinie derzeit über 250 Destinationen in 105 Ländern an. Derzeit besteht die Flotte aus rund 260 Flugzeugen aus Boeing- und Airbus-Maschinen.

Neben dem quantitativen Wachstum setzt man bei Turkish auch besonders auf den Faktor Qualität. Ein sehr wichtiger Baustein dabei ist das Commitment zu bestem Kundenservice an Bord. So bedient man sich des Caterings von Turkish Do&Co. Die Erfolgsgeschichte von Attila Dogudan begann bekanntlich in Wien, als er 1996 zusammen mit Lauda Air das weltweit erste Airline Gourmet Catering mit "Flying Chefs" gründete. Dieses Konzept wurde inzwischen perfektioniert und ebenfalls vielfach ausgezeichnet. Ein solcher Flying Chef ist eine Person, die sich rein um das leibliche Wohl der Passagiere kümmert, und die Gerichte an Bord frisch "auf/zubereitet".

Schon kurz nach dem Einsteigen serviert man die "Signature Limonatas" von Turkish Do&Co - aus frischen Säften gemixte Limonaden. In der Business Class kann man dann aus drei Menüs wählen, und auch in der Economy Class gibt es die Wahl zwischen zwei warmen Gerichten, inklusive Vorspeisen. Die Gerichte waren im Austrian-Aviation-Net-Praxistest - trotz der riesigen Mengen, die Turkish Do&Co an neun Destinationen in der Türkei täglich produziert - absolut gelungen. So wird zum Beispiel das Brot frisch aufgebacken und noch warm im Körbchen serviert, das Essen wird in der Business Class jedem einzelnen Passagier vom Flying Chef persönlich zum Platz gebracht.

Limonatas von Turkish Airlines (Foto: Turkish Airlines).

Auf der Suche nach neuen Destinationen
Zur erfolgreichen Expansion gehört natürlich auch die Entwicklung ständig neuer Destinationen. Seit 1998 hat Turkish Airlines sein Angebot von 98 auf rund 250 Ziele weltweit gesteigert. Bereits seit 2013 fliegt die Airline dreimal pro Woche von Istanbul nach Aqaba, die günstig am Roten Meer und nur zwei Stunden von der wichtigsten Sehenswürdigkeit Jordaniens, Petra, entfernte, zweitgrößte Stadt des Landes. Die Reise zu der Austrian Aviation Net eingeladen wurde, führte von Wien über Istanbul nach Aqaba.

Bevor Turkish in Aqaba aktiv wurde, konnte man den nahe an der Stadt gelegene King Hussein International Airport (KHIA) im Linienverkehr nur mit der staatlichen Royal Jordanian via Amman erreichen.

Flughafen Aqaba (Foto: Susanne Dreier-Phan Quoc).

Anfangs konnte man in Aqaba das Passagieraufkommen verlässlich steigern, doch seit Mitte 2014 bekommt man auch hier Konsequenzen aus der politischen Instabilität der Region zu spüren. So sanken die Passagierströme von rund 220.000 Personen auf ca. 160.000 - obwohl Jordanien nach wie vor als recht sicheres Reiseland gilt. Turkish Airlines unterstützt deshalb die staatlichen Aqaba Special Economic Zone Authority (ASEZA) dabei, wieder mehr Touristen in die Region zu bringen.

Auch andere Investoren haben das große touristische Potential der Stadt erkannt: Aqaba befindet sich derzeit im Bauboom, und wird städtebaulich von Bauunternehmen aus den Emiraten und Saudi Arabien entwickelt. So werden an der 30 Kilometer langen Strandzone eine Reihe von Luxushotels und Bungalows entstehen. Dubai lässt grüßen.

Aqaba am Roten Meer (Foto: Susanne Dreier-Phan Quoc).

Die Strecke von Wien nach Istanbul wird - um kurzfristig passend auf die Auslastung reagieren zu können - hauptsächlich mit Boeing 737 und Airbus A321 beflogen (gelegentlich kommen auch Widebodies zum Einsatz). Im Airbus gibt es eine fixe Business Class, in der Boeing hingegen wird diese flexibel durch Vorhänge abgetrennt. An Bord wurden wir von unserer Flying Chefin kulinarisch umsorgt und konnten auf dem Flug auch die anderen Annehmlichkeiten der Business Class, wie Zeitschriften, große Getränkeauswahl, etc. genießen.

Kulinarik an Bord von Turkish Airlines (Foto: Susanne Dreier-Phan Quoc).

Ab Wien beträgt die Wartezeit in Istanbul zum Anschlußflug nach Aqaba nur knapp unter zwei Stunden. Die kurze Zeit nutzten wir, um einen Blick in die neue CIP Business Lounge von Turkish Airlines zu werfen. Auf 5700 Quadratmetern hat man hier u.a. ein Kino, Billard Tische, eine Lesezone und ein Business Center untergebracht. Auch die CIP Lounge wird von Turkish Do&Co gecatert, was die Besucher in den Genuß von Demel Törtchen bringt, da Demel seit 2002 zu Dogudans Konzern gehört.

Die CIP Lounge (Foto: Turkish Airlines).

Demel-Torten: Nicht nur in Wien, sondern auch in der CIP-Lounge in Istanbul (Foto: Susanne Dreier-Phan Quoc).

Mit einem nächtlichen Weiterflug von rund drei Stunden erreichten wir dann in den frühen Morgenstunden die jordanische Hafenstadt und Freihandelszone Aqaba.

Fazit: Mit den Turkish-Airlines-Verbindungen von Österreich nach Istanbul und weiter nach Aqaba steht den Österreichern in wenigen Flugstunden eine der spannendsten Touristen-Destinationen des Nahen Ostens offen: Jordanien, unter anderem mit der antiken Tempelstadt Petra. Mehr über die Destination lesen Sie in Kürze auf unserem Partnerportal ReiseInsider.

Die faszinierende Wüstenstadt Petra (Foto: Susanne Dreier-Phan Quoc).


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