Austrian Aviation Net - Das Magazin der österreichischen Luftfahrt
 
 
 
   
 

News Detail


Von: Patrick Kritzinger

Verfasst am: 24.09.11 16:17

Kapitalspritze soll Adria vor Insolvenz retten

Eine Finanzspritze in Höhe von 70 Millionen Euro sowie umfassende Gehaltskürzungen für die Belegschaft sollen der finanziell angeschlagenen Adria wieder auf die Beine helfen. Für 2013 erwarte die slowenische Airline dann wieder ein positives Ergebnis.

Foto: Thomas Ramgraber

Um die drohende Insolvenz der Fluggesellschaft Adria abzuwenden, soll der slowenische Staat sowie einige Gläubigerbanken der Airline nun mit Hilfe einer Kapitalspritze in Höhe von insgesamt 70 Millionen Euro aus der Klemme helfen. Im Gegenzug müssen sich die Beschäftigten jedoch noch bis Ende September mit einer Gehaltskürzung einverstanden zeigen, das wurde am Mittwoch bei einer Aktionärsversammlung beschlossen.

Knapp 49,5 Millionen Euro soll Adria nun vom Staat erhalten. Zudem sollen von den insgesamt 77 Millionen Euro, mit denen Adria bei heimischen Banken in der Kreide steht, rund 19,7 Millionen bei Banken in Beteiligungen an der maroden Gesellschaft umgewandelt werden. Damit werde der Staat dann Besitzer von 70 Prozent der Adria-Aktien, während Banken wie unter anderem UniCredit und die Hypo Alpe-Adria mit insgesamt 28 Prozent an der Gesellschaft beteiligt sein werden.

Von dem Geld, das die slowenische Airline vom Staat erhält, solle beinahe die Hälfte zur Tilgung überfälliger Kredite verwendet werden. Der Rest könne teilweise Verluste aus vergangenen Geschäftsjahren – diese beliefen sich im Jahre 2010 auf 63 Millionen Euro – decken und dem Star Alliance-Mitglied bis spätestens 2013 wieder aus den roten Zahlen helfen.


Aktuell

 
News Regional News International Feature Forum Im Focus Home Newsletter Jobs Facebook Links