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Von: Peter Unmuth

Verfasst am: 25.07.10 11:34

Der Beginn vom Ende der Concorde

Foto: Peter Unmuth

100 Passagiere, 9 Besatzungsmitglieder und 4 Angestellte eines Hotels Im Pariser Vorort Gonesse verloren beim Absturz der Concorde F-BTSC ihr Leben. In den Tagen vor dem Unfall hatte die verunfallte Maschine einen Check vom Typ A01. Im Rahmen dessen wurde das Fahrgestell des linken Hauptfahrwerkes getauscht. Nach dem Abschluss der Wartungsarbeiten absolvierte die Maschine vier Flüge, und zwar am 21., 22., 23., und 24 Juli durchgeführt. Ursprünglich war die Maschine für den 25. Juli als Reserve vorgesehen. Für den Frühflug nach New York war F-BVFA, und für den Unglücksflug AF 4590 die F-BVFC eingeteilt. Am Nachmittag des 24. Juli wurde aus Gründen der Wartung ein Tausch zwischen F-BVFA und F-BVFC vorgenommen. Im Laufe der Nacht wurde F-BVFA dann als „nicht verfügbar„ deklariert und die Ersatzmaschine F-BTSC für den Flug AF 4590 eingeteilt.

Der Sonderflug AF4590 sollte die Mitglieder einer Reisegruppe nach New York bringen. Der Flug startete mit einem Gesamtgewicht von 186,9 Tonnen, davon 95 Tonnen Treibstoff auf der Piste 26R des Flughafens Paris - Roissy - Charles de Gaulle. Die von der Crew errechneten Geschwindigkeiten waren V1: 150 Knoten, VR: 198 Knoten und V2: 220 Knoten. Während der Beschleunigung wurde ein Reifen der Air France Concorde durch ein Metallteil auf der Piste zum Platzen gebracht. Die Trümmer des Reifens zerstörten ein stromführendes Kabel am linken Hauptfahrwerk und trafen in weiterer Folge auf die Unterseite der Tragflächen.

Durch die hohe Aufprallgeschwindigkeit, und die daraus resultierende Wucht, entstand eine Druckwelle in den Tragflächentanks, die wiederum Ursache für ein Leck in den Tanks war. Der durch die beschädigte Ummantelung austretende Treibstoff entzündete sich am bereits angesprochenen Kabel sowie am direkt daneben liegenden Triebwerk und verursachte einen Brand des Treibstofftanks auf der linken Seite des Flugzeuges. Die Piloten konnten den Start der Maschine nicht mehr abbrechen da die maximal zulässige Geschwindigkeit dafür bereits überschritten war. Der Versuch einer Notlandung auf dem Flughafen Paris – Le Bourget war auf Grund der Schäden an Tragflächen, Steuerflächen und Triebwerken zum Scheitern verurteilt. Rund eine Minute nach dem Start stürzt die Concorde auf den Parkplatz eines Hotels an der Kreuzung der Strassen D902 und N17 bei Gonesse.

Aus der Niederschrift der Aufzeichnungen der Voice Recorder im Unfallbericht der französischen Flugunfallkomission BEA (Le Bureau d'Enqu


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