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Von: Philipp Valenta

Verfasst am: 18.02.15 08:33

Korean Air: Allianz-Zwist in den USA

Das koreanische Skyteammitglied platziert seinen Code auf den Oneworld-Flügen von American Airlines von Dallas nach Seoul.

Korean Air Boeing 777 in Skyteam-Livery (Foto: Andy Graf).

Korean Air und American Airlines haben ein Codeshare-Abkommen für die täglichen Flüge der amerikanischen Fluglinie von Dallas/Fort Worth nach Seoul-Incheon vereinbart. Der Vertrag tritt mit 1. April 2015 in Kraft und gibt Passagieren am Flughafen der koreanischen Hauptstadt die Möglichkeit, zu verschiedenen asiatischen Destinationen umzusteigen, wenn der Flug über Korean Air gebucht wird. Das berichtet expreso.info.

Damit komplettiert Korean Air ihr Angebot ab Dallas/Fort Worth, da nur drei wöchentliche eigene Flüge (ab Sommerflugplan 2015 vier wöchentliche Flüge) angeboten werden. Die Kooperation zielt auch auf den koreanischen Elektronikkonzern Samsung ab, der in Dallas eine Zentrale besitzt.

Skyteampartner Delta außen vor

Diese Kooperation wirft jedenfalls einige Fragen auf, da Korean Air mit Delta Air Lines bereits einen Allianzpartner in den USA hat. Delta ist einer der Hauptkonkurrenten von American Airlines. Laut Angaben des Portals www.airwaysnews.com soll es zwischen Korean Air und Delta einen gröberen Disput geben.

Das amerikanische Skyteammitglied wollte 2013 mit Korean Air über ein transpazifisches Joint Venture verhandeln, welches die koreanische Airline aber offenbar wenig interessierte. Daraufhin änderte Delta die Bedingungen seines Vielfliegerprogramms, weshalb seitdem Kunden der amerikanischen Fluglinie keine Meilen mehr auf KAL-Flügen sammeln können.

Koreas Flagcarrier "minimierte" darauf sein Codeshare-Abkommen mit der amerikanischen Fluglinie um 96 inneramerikanische Flüge - hauptsächlich ab Delta´s Mainhub Atlanta. Die "Revanche" kam in Form von neuen Flügen des amerikanischen Skyteam-Mitglieds von Seattle nach Seoul - der KE-Code auf Strecken ab der amerikanischen Westküste wurde gestrichen.

Nach Koreans letztem Schritt wurde auch bereits spekuliert, ob die größte koreanische Fluglinie nicht zur Oneworld-Allianz wechseln würde. Spekulationen über einen Allianzwechsel wurden aber vom Vorstand bisher zurückgewiesen.

American Airlines Boeing 777 in Oneworld-Livery (Foto: Andy Graf).

Codeshare von Airlines verschiedener Allianzen nicht unüblich

Die Kooperation von Korean Air (Skyteam) und American Airlines (Oneworld) ist nichts neues in der Airlineindustrie. Codeshareabkommen zwischen Allianzfremden Airlines sind in der Branche durchaus üblich, allerdings nicht unbedingt alltäglich.

Bestes Beispiel hierfür ist die Strecke Wien-Schwechat nach Paris CDG, welche die heimische Fluglinie Austrian Airlines und Air France im jeweiligen Codeshare betreiben. Die AUA gehört bekanntlich der Star Alliance and, Air France der Konkurrenz Skyteam. Dieses Abkommen ist darauf zurückzuführen, dass Air France lange Zeit Miteigentümerin der österreichischen Fluglinie war.

Allianzintern werden solche Kooperationen unterschiedlich behandelt. Während bei Oneworld keine Regeln bezüglich Kooperationen mit Fluglinien, die nicht in der Allianz Mitglied sind, bestehen, gibt es bei der Star Alliance eine restriktive Politik, was die Zusammenarbeit mit allianzfremden Airlines betrifft, die in einem Heimatmarkt eines Mitglied tätig sind. Die Kooperationspolicy im Skyteamverbund ist in der Mitte der drei Allianzen angesiedelt, jedoch wurden die Vorschriften erst kürzlich geändert, womit eine Zusammenarbeit mit Airlines aus anderen Allianzen einfacher ist.

Anzahl der Transitpassagiere am Flughafen Seoul-Incheon sinkt

Erstmals seit langem sinkt der Umsteigeverkehr am Flughafen Seoul-Incheon, was auf die verschärfte Konkurrenzsituation am asiatischen Markt zurückzuführen ist und chinesische Flughäfen expandieren, berichtet CAPA. Dadurch dass die beiden Homecarrier Korean Air und Asiana mehr Direktverkehr anziehen konnten, sank der Transferanteil von 18 Prozent (2013) auf 16 Prozent im Jahr 2014. Das Flughafenmanagement versucht mit einigen Maßnahmen, diesem Trend entgegenzusteuern, indem unter anderem die Sicherheitstaxen für Transferpassagiere gesenkt wurden. Jedoch testet man auch eine andere Strategie: der größte koreanische Airport lockt Delta Airlines, seinen Asiengateway von Tokio-Haneda nach Seoul-Incheon zu verlegen. 

Da Delta jedoch eher seinen Tokio-Narita Hub aufgeben und Direktverbindungen nach Asien anbieten wird, dürften die Chancen für einen Umzug des Drehkreuzes nach Korea auch aufgrund des nicht zustandegekommenen Joint Ventures mit Korean Air eher schlecht stehen.


 
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