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Blue Panorama Airlines erhält dauerhaftes AOC

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Air Vallee flottet zweite Fokker 50 ein

Noch in diesem Jahr will die italienenische Airline Air Vallee eine zweite Fokkter 50 einflotten, so CCO Matteo Santin. Der Carrier aus Genua fliegt momentan mit einer Fokker 50 der schwedischen Amapola Flyg. Die Flugzeuge werden in Kürze im Auftrag...

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Petition gegen Luftverkehrssteuer abgelehnt

Die Vereinigung Cockpit hatte mit anderen Gewerkschaften wie Verdi, eine Petition an den Deutschen Bundestag mit fast 150.000 Unterschriften gegen die Luftverkehrsabgabe eingereicht. Den gewünschten Erfolg brachte diese allerdings nicht, denn...

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Heathrow-Holding trennt sich von Flughäfen

Die Heathrow-Holding hat in einem Deal über umgerechnet mehr als eine Milliarde Euro die Flughäfen Southampton, Aberdeen und Glasgow an den spanischen Infrastrukturkonzern Ferrovial und die australische Bank Macquarie verkauft. Die Flughäfen...

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Von: Martin Metzenbauer

Verfasst am: 23.06.12 10:45

Lufthansa zeigt sich grün

Lufthansa-Chef Christoph Franz: "Nur wer Gewinne erwirtschaftet, kann in den Klima- und Umweltschutz investieren."

Lufthansa hat am Freitag in Frankfurt die neueste Ausgabe ihres Nachhaltigkeitsberichtes "Balance" vorgestellt. "Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen und belastender Einflüsse kann die Lufthansa Group wiederum eine erfreuliche Nachhaltigkeitsbilanz vorweisen. Das bleibt auch für die Zukunft unser Ziel", sagte Vorstandsvorsitzender Christoph Franz.

Mit 4,18 Liter Kerosin pro Passagier und hundert Kilometer erzielte die Konzernflotte im Jahr 2011 einen neuen Effizienzrekord, der allerdings noch weit von den seinerzeit vom damaligen Konzernchef Wolfgang Mayrhuber anvisierten drei Litern liegt. Hinkünftig soll die Treibstoffeffizient jedenfalls pro Jahr um weitere 1,5 Prozent verbessert werden.

Mehr Effizienz stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern senkt auch den spezifischen CO2-Ausstoß. Um die auf lange Sicht unausweichlichen Klimaschutzziele zu erreichen, möchte man bei Lufthansa im Rahmen einer Vier-Säulen-Strategie Verbesserungen erzielen.

Grafik: Lufthansa

Ein wichtiges Element ist dabei die Investition in moderne Flugzeuge. Bis 2018 sollen 168 neue Flugzeuge zu einem Listenpreis von 17 Milliarden Euro in Dienst gestellt. Besonders notwendig wird bei Lufthansa der Austausch der Boeing-737-Flotte sein. Mit einem Durchschnittsalter von 21,4 Jahren zählen die Flieger bereits zum "alten Eisen". Aber auch die Airbus A320-Flotte hat im Schnitt bereits 16,4 Jahre auf dem Buckel.

Jüngster Neuzugang ist die Boeing 747-8 Intercontinental, die seit Juni bei Lufthansa im Einsatz ist. Sie ist 15 Prozent treibstoffeffizienter als das Vorgängermodell Boeing 747-400, und um rund 30 Prozent leiser.

Mit der Langzeiterprobung von Biokerosin im täglichen Flugbetrieb hat Lufthansa aufgezeigt, dass sich alternativer Treibstoff aus nachhaltiger Produktion problemlos im Alltagsbetrieb verwenden lässt und zusätzlich noch CO2-Emissionen reduziert. Vom 15. Juli bis 27. Dezember 2011 hat die Airline zwischen Hamburg und Frankfurt 1.187 Flüge mit einem Biokerosingemisch absolviert (maximaler Anteil pro Triebwerk 50 Prozent) und dabei rund 1.500 Tonnen CO2 eingespart.

Als Höhepunkt des Praxiseinsatzes von Biokraftstoff führte Lufthansa am 12. Januar 2012 den weltweit ersten Transatlantik-Linienflug in die USA mit biosynthetischem Treibstoff durch. Dabei flog eine mit rund 40 Tonnen Biokerosingemisch betankte Boeing 747-400 von Frankfurt nach Washington. Basis für den Treibstoff bildeten übrigens die Energiepflanzen Camelina (Leindotter) mit 80 Prozent und Jatropha (Purgiernuss) mit 15 Prozent sowie fünf Prozent tierische Fette.

Neben der Emissionsreduzierung bilden Maßnahmen zur kontinuierlichen Lärmverminderung einen weiteren Schwerpunkt der Umweltstrategie. Dazu gehören auch Modifikationen an bestehendem Fluggerät und die Anwendung lärmreduzierender Verfahren im Flugbetrieb wie der aktuell in Frankfurt erprobte Continuous Descent Approach. Bereits seit 1993 pflegt der Konzern die Kooperation mit der Wissenschaft im Bereich Klimaforschung.

Im Jahr 2011 ist mit IAGOS (In-service Aircraft for a Global Observing System) das vierte Forschungsprojekt gestartet. Ziel ist der Aufbau einer weltweiten Messinfrastruktur zur Beobachtung der Erdatmosphäre.

"Wir achten stets darauf, Entscheidungen mit Weitsicht und unter Einbezug ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte zu treffen, denn nur so kann unser Unternehmen langfristig wertschaffend wachsen", so Christoph Franz. Nachhaltigkeit bedinge aber gleichzeitig den wirtschaftlichen Erfolg: "Nur wer Gewinne erwirtschaftet, kann in den Klima- und Umweltschutz investieren und seine soziale Verantwortung als Arbeitgeber wahrnehmen."


 
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