von Peter Unmuth

 

"Dies ist keine Airshow sondern ein Ausschnitt aus dem Training, das wir benötigen um den Auftrag zu erfüllen..."

 

... so die einleitenden Worte eines hohen schweizer Luftwaffenoffiziers auf der Fliegerbasis Meiringen. Diese Basis ist neben Sion und Payerne die dritte Basis an der Flugbetrieb mit Jets durchgeführt wird. Gleichzeitig ist es auch die einzige verbliebene Basis mit Kavernen und gleichzeitig die modernste der Schweizer Luftwaffe.

 


Die Basis Meiringen von Norden gesehen.

 

Bauliche Einrichtungen der Basis mit den Kavernen im Hintergrund.

 

Die Basis Meiringen liegt im Kanton Bern nahe der Ortschaft Unterbach. Genaugenommen liegt Unterbach zwischen den beiden Rollwegen welche die Piste mit den im Berg südlich der Basis verborgenen hochmodernen Kavernen verbindet. Zwei Straßen, die bei Flugbetrieb mit Schranken gesperrt werden, queren die Piste 10/28 sowie den Rollweg - umgeben ist der Platz von einem gerade hüfthohen Zaun. Außerdem ist auf diesem rein militärisch genutzten Platz noch eine Aussichtsterasse am Dach der Kantine vorhanden. Ideale Voraussetzungen zum Fotografieren. Wie am Bild unten ersichtlich, werden diese Möglichkeiten in der Woche des Trainings am Schießplatz Ebenfluh von vielen Besuchern intensiv genutzt.

 

Zwei Tiger beim Start verfolgt von Teleobjektiven der Besucher

 

Formationsstart

 

F-5 Tiger am Weg von und zur Kaverne

 

F-5 Tiger beim Kreuzen der mit Schranken gesicherten Hauptstraße

 

F-5 Tiger am Rollweg

 

F-5 Tiger am Rollweg vor der Aussichtsterrasse

 

F-5 Tiger der Patrouille Suisse beim Formationsstart

 

Abwurf des Bremsfallschirmes nach der Landung

 

Pilatus PC-6 der Patrouille Suisse

 

Die Fliegerdemonstration selbst fand heuer am 10. und 11. Oktober statt. Am Mittwoch musste die Demonstration auf Grund der herrschenden Wetterlage abgebrochen werden. Die Bewölkung machte eine sichere Durchführung der Demonstration für alle Beteiligten (Piloten und Besucher) leider zu einem Ding der Unmöglichkeit. Am Donnerstag hingegen konnte bei strahlendem Herbstwetter das gesamte Programm (mit Ausnahme der aus technischen Gründen abgesagten PC-21 Demonstration) geflogen werden. Gegen Mittag begann der Transport der geladenen Gäste mittels Hubschrauber auf die Axalp.

 

Heli Shuttle Meringen - Axalp

 

Um Punkt 14:00 Lokalzeit wurde die Demonstration mit dem Cougar der Schweizer Luftwaffe eröffnet.

 

Cougar beim Ausstoß von 128 Flares

 

Cougar Solodisplay

 

Die Rettung eines Verletzten in hochalpinem Gebiet wurde in diesem Jahr erstmalig von der Schweizer Luftambulanz Rega vorgeführt.

 

 

Nach der Ausserdienststellung der Mirage III Aufklärer besteht die einzige Möglichkeit zur Luftaufklärung aus den Fallschirmaufklärern. Bei diesen ist der Personalzulauf im Moment größer als bei den Piloten. Die Sprünge zur Luftaufklärung werden aus Höhen bis zu 8000 Meter über Grund gestartet.

 

Fallschirmaufklärer vor dem Besucherhügel 2

 

Die Brandbekämpfung mittels Hubschrauber gehört ebenfalls zum Aufgabengebiet der Schweizer Luftwaffe. Dies nicht nur im Inland sondern auch im Rahmen von internationalen Hilfseinsätzen im Ausland wie zum Beispiel im Sommer 2007 in Griechenland.

 

 

Die eigentliche Besonderheit der Fliegerdemonstration auf der Ebenfluh ist das Schießen mit scharfer Munition. Dabei wird aus allen vier Himmelsrichtungen angeflogen und mit der Bordkanone auf die im Fels verankerten Ziele gefeuert. Als erstes demonstrierte eine Staffel von F-5 Tiger Ihre Treffsicherheit.

 

Einschläge der 20 mm Bordkanone im Zielgebiet

 

8 F-5 der Fliegerstaffel 8 formen eine 8

 

Nach den F-5 wurde es Zeit für den Auftritt der F-18 Hornet. Dieser Teil des Programms begann mit der Vorführung des Air 2 Air Schiesstrainings. Dabei wird ein oranger Zielsack mit 6 Meter Länge und 40 cm Durchmesser von einem Flugzeug an einem 500 Meter langen Seil vom Zieldarsteller geschleppt. In diesem Fall kam eine F-5 der Patrouille Suisse zum Einsatz. Der Sack ist mit Mikrofonen und Aufzeichnungsgeräten zur Treffererfassung ausgerüstet. Der Trainierende Pilot feuert seine Schüsse aus ein überhöhten Position hinter dem Zieldarsteller ab. In keinem Fall darf horizontal oder von unten auf das Ziel geschossen werden. Anzumerken ist, dass bei dieser Demonstration vor Publikum auf das scharfe Schießen aus Sicherheitsgründen verzichtet wurde.

 

Defilee der Zieldarsteller und F-18

 

Demonstration des Air 2 Air Training

 

Auch die Piloten der F-18 führten im Anschluss daran die Selbstverteidugungsfähigkeit der Hornet sowie Ihre Treffgenauigkeit beim scharfen Schießen auf Bodenziele vor.

 

 

Wie bereits im Jahr 2006 konnte die Schweizer Luftwaffe mit der Solovorführung der F-18 auch heuer wieder die "Paul Bowen Best Solo Jet Display Trophy" am Royal International Air Tatoo erringen. Das siegreiche Programm wurde von Hauptmann Thomas "Pipo" Peier geflogen, und durfte natürlich auf der Axalp auch nicht fehlen.

 

 

Der krönende Abschluss wurde wieder von der Patrouille Suisse geboten. Immer wieder atemberaubend sind die Manöver der F-5 in den schweizer Nationalfarben. Erst recht in der einmaligen Kulisse der Schweizer Berge.

 

 

> Schweizer Luftwaffe

 

 

 

 

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