Dialogforum kritisierte UVP-Verhandlung

Der Mediationsvertrag limitiert die Flugbewegungen in der Nacht auf 3000 Starts und Landungen pro Jahr. (Symbolfoto: AirTeamImages.com)

Das Dialogforum des Flughafens Wien kritisiert die mündliche UVP-Verhandlung, die diese Woche zu Ende ging. Die öffentliche Anhörung habe die Meinung bestätigt, dass im UVP-Verfahren auf Basis der gesetzlichen Grundlagen nur weniger weitreichende Maßnahmen gegen Flugverkehrsbelastungen festgelegt werden könnten "als im Mediationsvertrag und im Dialogforum schon jetzt vereinbart sind und umgesetzt werden".

Die UVP-Behörde habe sich nicht mit den im Mediationsvertrag geregelten Bestimmungen zu Nachtflügen und Lärmzonen beschäftigt. Der Geschäftsführer des Dialogforums Wolfgang Hesina erwartet daher, dass der UVP-Bescheid aufgrund der Gesetzeslage wahrscheinlich auf die Ergebnisse des Mediationsverfahrens und des Dialogforums nicht oder kaum eingehen werde.

"Ohne Mediation und Dialogforum würde es traurig ausschauen, unsere Vereinbarungen sind die einzigen konkreten Maßnahmen gegen Flugverkehrsbelastungen. Das Positivste an der Anhörung war, dass die Flughafenvertreter sich mehrfach zur Einhaltung der zivilrechtlichen Vereinbarungen aus dem Mediationsverfahren bekannt haben", wird Alfred Höllrigl in der Aussendung zitiert. Höllrigl ist der Obmann der ARGE gegen Fluglärm - einem Zusammenschluss von fünfzehn Bürgerinitiativen, die im Dialogforum verhandeln.

Autor: Roman Payer
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