Lauda: OE-LOA brach Start in Stansted aus Sicherheitsgründen ab

Flughafen Stansted kurzzeitig gesperrt.

Letztes Update am 02.03.2019 um 07:39 Uhr.

Die OE-LOA "Düsseldorf" auf dem Flughafen Wien (Foto: Thomas Ramgraber).

Der Flughafen Stansted musste am Freitagabend aufgrund eines Zwischenfalls mit einem Airbus A320 der österreichsichen Fluggesellschaft Lauda zeitweise gesperrt werden. Die OE-LOA sollte von dem britischen Airport mit Flugziel Wien unter der Flugnummer OE 327 abheben, musste jedoch den Start abbrechen. Die Maschine wurde anschließend auf der Piste über die Notrutschen evakuiert.

Das Flugzeug mit der Seriennummer 3147 ist mit CFM-65-Triebwerken motorisiert, rund 11,8 Jahre alt und erst seit 22. Dezember 2018 in der Flotte des österreichischen Carriers. Die Maschine wurde am 19. Feber 2019 auf den Namen "Düsseldorf" getauft. 

Passagiere berichten auf sozialen Netzwerken und gegenüber britischen Medien, dass während dem Start ein lauter Knall zu hören war. Anschließend brachten die Piloten den Start ab und gaben den Befehl zur Evakuierung des Flugzeugs. Diese wurde durch die Crew rasch umgesetzt, wobei dazu die Notrutschen verwendet wurden.

Ein Fluggast, der an Bord war, erklärte gegenüber AviationNetOnline: "Auf einmal gab es einen lauten Knall. Ehe der kleine Schock verdaut war, kam schon über die Lautsprecher der Befehl zur Evakuierung. Die Flugbegleiterinnen haben diese dann schnell, aber geordnet umgesetzt. Es ist keine Panik ausgebrochen. Jeder hat einfach das Flugzeug schnell verlassen und es hat alles reibungslos funktioniert als ob wir das zuvor geübt hätten. Es kamen dann Vorfeldbusse, in denen wir zunächst warten mussten und dann wurden wir zum Terminal zurückgebracht. Ich konnte nicht sehen, dass irgendjemand verletzt wäre. Natürlich war es für alle ein bisschen ein Schock, aber das ging alles so schnell, dass gefühlt alle erst im Terminal dann realisiert haben, dass wir gerade eine Evakuierung erlebt haben. Panisch war jedenfalls niemand und die Crew war die gesamte Zeit bei uns und hat geholfen wo sie konnte, soweit ich das überblicken konnte."

Der Flughafen London-Stansted teilte mit, dass aufgrund eines Triebwerksdefekts eines Airbus A320 der Airport gesperrt werden musste. Sämtliche Flüge wurden nach Southend und Birmingham umgeleitet. Zwischenzeitlich wurde der Jet von der Piste entfernt und der reguläre Flugbetrieb wieder aufgenommen.

"Aufgrund von Unregelmäßigkeiten mit einem der Triebwerke, entschied sich die Crew des Laudamotion Fluges OE327 von London Stansted nach Wien (1.3.) den Start abzubrechen und die Passagiere aus Sicherheitsgründen auf der Startbahn aussteigen zu lassen. Die Passagiere wurden mittels Bussen in das Terminal des Flughafens gebracht und werden auf einen Ersatzflug umgebucht", erklärt die Fluggesellschaft Lauda gegenüber AviationNetOnline. Die Passagiere wurden mit einer Ersatzmaschine von Ryanair nach Wien geflogen und kamen gegen 3 Uhr morgens in Schwechat an.

Nähere Angaben zu dem Vorfall kann die Ryanair-Tochter Lauda derzeit noch nicht machen. In Großbritannien wird derzeit spekuliert, dass es zu einer Verpuffung in der Verdichterstufe eines CFM-Triebwerks gekommen sein könnte. Eine offizielle Bestätigung hierfür gibt es jedoch nicht. Wie international üblich werden nun Unfallermittler die Ursache aufklären müssen. Der Jet wird nach Freigabe durch die Behörden ausführlich durch qualifizierte Techniker untersucht und wieder fit gemacht. Gegebenenfalls wird mindestens ein neues Triebwerk benötigt.

Nähere Informationen wird die Fluggesellschaft zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf bekanntgeben.



Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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