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Verfasst am: 16.05.11 10:54

Von: Martin Metzenbauer

Hohe Auszeichnung für Tyrol Air Ambulance

Das heimische Flugambulanzunternehmen Tyrol Air Ambulance erhält den "Gold Safety of Flight Award". Dies ist die höchste internationale Auszeichnung für Sicherheit in Flugbetrieben. Erstmals geht diese Anerkennung an ein Flugambulanzunternehmen.

Foto: Thomas Ramgraber

Der Preis wird der Tyrol Air Ambulance heute Montag vom Verband europäischer Luftfahrtunternehmen im Sektor "Business- und General Aviation" (European Business Aviation Association; EBAA) im Rahmen der EBACE in Genf verliehen.

Tyrol Air Ambulance CEO Helmut Wurm dazu: "Der 'Gold Safety of Flight Award' würdigt die mehr als 81.000 unfallfreien Flugstunden der Tyrol Air Ambulance in den vergangenen vier Jahrzehnten und anerkennt damit jene Aufgabe, der wir uns seit Jahrzehnten 24 Stunden lang, sieben Tage pro Woche widmen: maximale Qualität in Rekordzeit anzubieten. Es geht um Menschenleben."

Tyrol Air Ambulance Gründer Jakob Ringler sagte: "Dass Tyrol Air Ambulance einmal über 46.000 Patienten fliegen wird und heute mit 3.000 Patienten pro Jahr die Nummer eins in Europa sein wird, das hätten wir uns nicht träumen lassen, als eine Handvoll Leidenschaftlicher unter der medizinischen Federführung von Professor Dr. Gerhard Flora die Ambulanztätigkeit von Innsbruck aus aufnahm - ursprünglich unter dem Namen 'Aircraft Innsbruck'."
 
Aufsehen erregten in den vergangenen Jahrzehnten besonders spektakuläre Tyrol Air Ambulance Transporte von Intensiv-Patienten, etwa von Hawaii nach Graz oder von Bangkok nach Chicago.  Kritische Einsätze flog die Flugambulanz etwa für Kinder der Tschernobyl-Nuklearkatastrophe 1986, für Heimkinder aus Rumänien im Revolutionswinter 1989/90 und für Kriegswaisen in Kroatien 1991/92. Auch aus dem Tsunami Gebiet in Thailand 2004 brachte die Tyrol Air Ambulance Patienten sicher nach Hause.

Eine fliegende Intensivstation an Bord einer Dornier 328 von Tyrolean Air Ambulance (Foto: Tyrolean Air Ambulance).

Die fliegenden Krankenhaus- und Intensivstationen bieten medizinische Betreuung am neuesten Stand. So waren auch Prominente wie Tschechiens ehemaliger Präsident Vaclav Havel, Österreichs früherer Bundeskanzler Bruno Kreisky und der frühere britische Premierminister Edward Heath Patienten an Bord der Tyrol Air Ambulance.

Der leichteste Patient bisher wog 800 Gramm, der schwerste 320 Kilogramm. Der breiten Bevölkerung stellte sich die Tyrol Air Ambulance erstmals im Winter 1980 vor - mit dem Beginn der winterlichen Shuttle-Flüge für verletzte Schi-Urlauber, liebevoll "Gipsbomber" genannt.

Der "Gold Safety Award" ist ein weiteres internationales Qualitätssiegel für die Tyrol Air Ambulance. Im Jahr 2010 wurde dem Flugrettungsbetrieb vom "European Aero-Medical Institute" das sogenannte EURAMI Qualitätssiegel für höchste medizinische Standards in der Flugrettung verliehen.

Tyrol Air Ambulance betreibt eine Flotte von Ambulanzjets der Typen Citation und Gulfstream und Ambulanz-Airlinern der Type Dornier 328 für bis zu sechs Liegendpatienten.


 
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