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Verfasst am: 29.07.09 13:46

Was will Georg Pommer?

Der steirische Airline-Robin Hood hat nichts gegen AUA-Verkauf an die Lufthansa, will aber Bundesländerverkehr sichern.

Zu heftigen Reaktionen hat die Aussage von Robin Hood-Chef Georg Pommer geführt, wonach er alles tun werde, um den AUA-Verkauf in Brüssel zu blockieren. Gegenüber Austrian Aviation Net präzisierte und relativierte der streitbare Airliner seine Aussagen.

"Ich habe natürlich nichts gegen den Verkauf der AUA an die Lufthansa. Der ist sicherlich sinnvoll", erklärte Pommer. "Was mich ungemein stört ist die Tatsache, dass die Bundesländerflughäfen komplett außer acht gelassen werden. Bei den aktuellen Slot-Diskussionen hört man nur von Wien - dass künftig so gut wie alle Bundesländerverbindungen durch AUA-Lufthansa bedient werden, wird komplett unter den Tisch gekehrt."

Pommer befürchtet aus diesem Grund deutlich höhere Preise für die Passagiere und schwierige Zeiten für Robin Hood. Die kleine Fluglinie fliegt derzeit von Graz und Klagenfurt nach Stuttgart sowie nach Zürich, die Graz-Stuttgart-Verbindung wird - wenn auch zu sehr unterschiedlichen Abflugzeiten - in direkter Konkurrenz zu Lufthansa bedient.

Von Seiten der EU-Kommission, mit der er in regem Kontakt steht, erwartet sich der Airline-Chef klare Vorgaben in Bezug auf den Bundesländerverkehr. Wie sieht er die Chancen, mit seinen Einwänden Erfolg zu haben? "Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, muss es auch hier eine Lösung geben. Gibt es sie nicht, hat der Markt in den Bundesländern eine nie dagewesenses Monopol und Preisdiktat zu erwarten und dagegen wehren wir uns selbstverständlich mit allen uns zur Verfügung stehenden - auch juristischen - Mitteln", so Pommer gegenüber Austrian Aviation Net.


 
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