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Verfasst am: 14.01.09 16:20

5 Jahre City Airport Train

Bereits jeder zehnte Flughafengast fährt CAT.

Am 14. Jänner 2009 feierte der City Airport Train seine ersten fünf Jahre, die ihn zu einem Fixpunkt im öffentlichen Nahverkehr zwischen Wiener City und Flughafen gemacht haben. Seit der erstmaligen Vorstellung des CAT im Rahmen des Wiener Donauinselfestes 2003 und der Betriebsaufnahme im Dezember dieses Jahres haben sich Nutzung und Akzeptanz des CAT stetig positiv entwickelt.

"Bereits jeder zehnte Flughafengast aus Österreich und dem Ausland fährt CAT. Eine schöne Bestätigung und gemeinsam mit dem fünfjährigen Jubiläum ein guter Grund zum Feiern", freut sich Elisabeth Landrichter, eine der beiden Geschäftsführerinnen des CAT. "Wir sehen drei wesentliche Faktoren für die positive Entwicklung", erklärt Co-Geschäftsführerin Doris Pulker-Rohrhofer: "Den gehobenen Komfort der Züge, nahezu hundertprozentige Ausfallsicherheit und Pünktlichkeit, sowie die bequeme Möglichkeit des City Check-In in Wien-Mitte. Diese wird bereits von knapp der Hälfte unserer Fahrgäste genutzt".

Mit 50,1% ist der Flughafen Wien am CAT mehrheitlich beteiligt, 49,9% werden von der ÖBB PV AG gehalten. "Wir haben im Jahr 2000 erstmals das Potenzial einer eigenen schnellen Flughafenverbindung erkannt und das Projekt CAT gemeinsam mit den ÖBB in rekordverdächtiger Zeit entwickelt. Heute sind wir sehr stolz auf die starke Entwicklung der ersten fünf Jahre", erklärt VIE-Vorstand Gerhard Schmid. Auch Gabriele Lutter, Vorstandsdirektorin der ÖBB Personenverkehr AG, resümiert positiv: "Es hat sich gezeigt, dass CAT und S-Bahn keine direkte Konkurrenz sind, sondern sich gegenseitig ergänzen. Gemeinsam haben wir den Marktanteil der Schiene auf dieser Strecke seit 2003 von 6 auf über 20 Prozent gesteigert".

Mit 16 Minuten Fahrzeit vom Flughafen Wien zum Bahnhof Wien-Mitte ist der CAT das schnellste Verkehrsmittel vom Airport ins Zentrum von Wien. Er verkehrt im Halbstundentakt zwischen dem Flughafen Wien und dem Bahnhof Wien-Mitte – täglich von 05:38 – 23:35 Uhr.

Im Jahr 2000 wurden noch über 90% des Verkehrs zum und vom Flughafen Wien über die Autobahn abgewickelt, vor allem mit dem PKW - mit allen negativen Folgen wie Stau, Unpünktlichkeit und Umweltbelastung. Mittlerweile hat der öffentliche Verkehr zum und vom Flughafen einen enormen Aufschwung erlebt und liegt heute bei über 35%, was auch laut Aussagen von internationalen Experten im Rahmen der IARO-Konferenz 2008 in Wien
einen hervorragenden Wert darstellt. Der Gesamt-Marktanteil der Schiene im Flughafenverkehr lag im Jahr 2003 bei rund 6%. Heute beträgt er bereits deutlich über 20%.

Wesentliche Impulse dafür konnte der Ende 2003 erstmals eingesetzte City Airport Train (CAT) setzen. Seitdem wurden rund 144.000 CAT-Fahrten zwischen Wien-Mitte und dem Flughafen absolviert. Bis Ende Dezember 2008 haben rund 4,5 Millionen Fahrgäste den CAT genutzt, wobei 2007 erstmals über eine Million Fahrgäste pro Jahr den CAT wählten. Die positive Kundenentwicklung hat sich 2008 mit 1,1 Millionen Fahrgästen abermals fortgesetzt, was einem Plus von rund 10 Prozent im Jahresvergleich entspricht.

Bestens etabliert hat sich der seit Beginn angebotene City Check-In, mit dem CAT Kunden ihr Gepäck bereits im City Air Terminal am Bahnhof Wien-Mitte einchecken und ihre Bordkarte lösen können. Für mittlerweile 80 Prozent der Airlines, die am Flughafen Wien verkehren, wird dieses Service angeboten. Der Check-in ist ab 18 Uhr des Vorabends und bis zu 75 Minuten vor Abflug möglich. Dieser wird bereits von knapp der Hälfte der Fahrgäste (45%) benutzt. Vor allem die Generation 50+ schätzt das frühe Aufgeben ihres Gepäcks sehr – und vergab dafür bei der Kundenzufriedenheits-Untersuchung hervorragende Noten.

Die beiden Geschäftsführerinnen des City Airport Train (v.l.n.r.): Doris Pulker-Rohrhofer und Elisabeth Landrichter.

Bei einer Gallup-Untersuchung im Jahr 2007 gaben rund 91% der Fahrgäste an, den CAT demnächst wieder benutzen zu wollen und gaben ihm in einer Gesamtbeurteilung nach Schulnotensystem die Note 1,69. Verantwortlich dafür waren vor allem zwei Punkte: Die Pünktlichkeit der Züge sowie der City Check-In in Wien-Mitte. Die Untersuchung bescheinigte dem CAT auch ein hohes Stammkundenpotenzial: Knapp jeder dritte Befragte hatte den CAT bereits mehr als fünf Mal benutzt (29%), weitere elf Prozent verwendeten ihn zumindest schon drei bis fünf Mal.

Dabei ist der CAT das Verkehrsmittel mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß, wie eine Studie des Laboratoriums für Umweltanalytik im Frühjahr 2008 belegt. Im direkten Vergleich von CAT, Flughafenbus, Schnellbahnlinie S7 und PKW hat der CAT den geringsten CO2-Ausstoß pro Personenkilometer. Eine Fahrt mit dem PKW erzeugt fast achtmal so viel Treibhausgas pro Person wie der CAT. Ein PKW müsste auf der Autobahn 9.000 Mal von Wien nach Paris und
retour fahren, um jenen CO2-Ausstoß zu produzieren, der durch den CAT jährlich eingespart wird. Seit 2003 wurden durch den CAT laut Studie 6.900 Tonnen CO2 eingespart. Wenn man dies für die Zeit seit der Studienerstellung fortschreibt, kommt man sogar auf eine Ersparnis von über 9.000 Tonnen seit Einführung des CAT.

Im Rahmen einer Feier am 14. Jänner wurde vor rund 70 Partnern und Gästen des CAT eine neue Werbelinie erstmals präsentiert. Diese soll in Zukunft die Produktdimensionen Convenience, Bequemlichkeit und Service noch stärker ins Rampenlicht rücken und somit den CAT nicht nur als schnellstes Verkehrsmittel zwischen City und Flughafen, sondern auch als unverzichtbaren Bestandteil eines gut organisierten und sorgenfreien Fluges positionieren. Entwickelt wurde sie von der Wiener Agentur St. Stephen's.

"Mit dem europaweit einzigartigen City Check-in und dem CAT-CAB Service ist der CAT noch wesentlich attraktiver als viele Menschen es derzeit wahrnehmen, und jedenfalls viel mehr als ein schneller Zug" meint Alexander Lauber, Kreativchef von St. Stephen's. Daher löste man sich von dem Zug-orientierten Claim "fly the train" und stellte die neue Kampagne unter das Motto "Do the CAT". Zentrale Figur der Werbung ist die Kunstfigur "Mr. Cat", ein grünes, felliges Wesen, das in unterschiedlichen Plakatsujets vorzeigt, wie einfach und bequem der CAT zu nutzen ist.

Die beiden Geschäftsführerinnen gaben bei der Veranstaltung auch einen Ausblick auf das laufende Jahr: Nach der sehr guten Entwicklung 2008 ist der Break Even in Reichweite. Im Rahmen einer Qualitäts- und Serviceoffensive werden laufende Mitarbeiterschulungen zur weiteren Optimierung im Kundenservice beitragen. Ein zusätzlicher Servicestützpunkt im Skylink des Wiener Flughafens ist ebenfalls in Planung. Die Vertriebsschwerpunkte 2009 richten sich vor allem an die Zielgruppen Business- und Städtetouristen, Konferenzteilnehmer und die Generation 50+. Dazu werden die Kooperationen mit Airlines und Reiseveranstaltern ausgeweitet, und der CAT wird auch bereits in der Pilotphase des Buchungssystems Amadeus seinen fixen Platz haben. Eine weitere Steigerung des Online-Buchungsaufkommens soll schließlich auch ein neuer Web-Auftritt des CAT bringen, der ebenfalls 2009 umgesetzt wird.

Beginnend im Jänner als erste Aktion zum fünften Geburtstag erhält jeder CAT-Fahrgast, der oder die einen Original-Presseartikel über den CAT beim Fahrkartenschalter vorweisen kann, den CAT-Transfer bis Ende Jänner zum Kindertarif von 5 Euro. Weitere Aktionen werden folgen.


 
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