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Verfasst am: 07.04.14 17:42

Von: Florian Gruber

Ultralight-Fliegerei boomt

Die General Aviation liegt am Boden, Grund dafür sind zumeist die hohen Betriebskosten und der verhältnismäßig hohe bürokratische Aufwand. Für viele Luftfahrtenthusiasten und Piloten liegt die Zukunft in der UL-Fliegerei!

vl3-evolution (Foto: vl3)

Wegen der vergleichsweise hohen Flugstundenkosten für jahrzehntelang in der Schulung bewährte Trainingsflugzeuge steigen immer mehr Flugzeugeigentümer auf UL-Flugzeuge um. Nicht zuletzt auch, weil Flugzeit auf UL-Flugzeugen nun auch beim „Time-Building“ etwa zur Erlangung von Flugstunden für den Berufspilotenscheins anerkannt werden, erfreuen sich diese Leichtgewichte (472,5 kg MTOW), die oft sogar leiser als Motorsegler zu fliegen sind, immer größerer Beliebtheit:

Es ist eines der wenigen wachsenden Segmente der Luftfahrtindustrie, mit durchaus erschwinglichen Preisen und den Kosten eines besseren PKWs kann man sich die eigene fabriksneue Schönheit vor der Tür - oder besser - in den Hangar stellen. 

Eine Grazer Gruppe erfahrener Luftfahrtprofessionisten, die auch in der kommerziellen Luftfahrt tätig ist, hat sich nun für das schnellste side-by-side UL von JMB-aircraft die Repräsentanz für Österreich, Slowenien, Kroatien und Ungarn gesichert www.vl3.at , noch vor dem Sommer werden die ersten vl3’s an österreichischen Kunden ausgeliefert. 

Modernste Bauweise, die Verwendung von Kohlefaserverbundwerkstoffen und ein ausgeklügeltes aerodynamisches Konzept fanden bei der vl3 Anwendung, dementsprechend beeindruckend sind auch die Flugleistungen des mit einem 100 PS  Rotax 912 ULS Triebwerk und einem verstellbaren 2-Blatt Propeller ausgerüsteten Reise - ULs. Gemütliche  90 km/h Anfluggeschwindigkeit, ehrliche 265 km/h im Cruise  (275 km/h gemessen im bestätigtem Rekordflug) bei einem Verbrauch von 8-16 Litern Eurosuper (etwa 10 Liter bei 225 km/h Reisegeschwindigkeit) machen die vl3-evolution zu einem evolutionären Reise-Racer. „Einer unserer Flüge von Graz auf die Insel Krk dauerte lediglich 50 Minuten, früher brauchten wir 1:15 mit viersitzigen Schulflugzeugen, Zadar ist in knapp einer Stunde erreichbar“ beschreibt einer der steirischen Repräsentanten den Geschwindigkeitsvorteil der vl3. „Auch die nur 280 bzw. 270 m lange Start- bzw- Langstrecke (über 15m Hindernis) können sich sehen lassen und lassen kaum einen Platz zu kurz erscheinen.“ 

Fast schon zur Norm gewordene  state-of-the-art Glass-Cockpits finden sich natürlich auch in der vl3-evolution; die zu High-Performance Mustern nahezu kommunale Instrumentenausstattung erleichtert so auch Transitions auf komplexere Schulungsmuster. Darüber hinaus vermindern übersichtlich angeordnete Motoren- und Navigationsbedienelemente die „Workload“ für PilotInnen und das Rettungssystem erhöht Sicherheit und Flugspass.   

Klaus Frühwirth: „Die UL- Fliegerei ist wegen der günstigen Betriebskosten und nicht zuletzt auch wegen attraktiver Anschaffungspreise das letzte Segment der General Aviation mit Potential.  Vor allem Haltergemeinschaften, welche ja in Österreich im UL Bereich bislang kaum vorhanden sind, bieten eine leistbare Alternative zum Flugsport mit Flugzeugen höherer Gewichtsklassen.   Einfaches Handling und atemberaubend effizientes sowie kostengünstiges Reisen sind wohl unschlagbare Argumente für die UL Fliegerei in neuen, modernen Luftfahrzeugen wie der vl3.


 
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