ZOVI soll Standort Österreich zukunftsfit machen

Die Zukunftsinitiative Verkehr und Infrastruktur (ZOVI) wurde am Dienstag am Donauturm vorgestellt.

Die Zukunftsoffensive Verkehr und Infrastruktur (ZOVI) wurde am Dienstag am Wiener Donauturm vorgestellt (Foto: Martin Metzenbauer).

Eine "neue Art der Kooperation" hat Verkehrsminister Norbert Hofer am Dienstag am Wiener Donauturm vorgestellt. ZOVI heißt das Projekt - eine Abkürzung für "Zukunftsinitiative Verkehr & Infrastruktur". Mit an Bord sind neben der Politik eine Reihe von Leitunternehmen, die in diesen Bereichen in Österreich federführend sind - unter anderem der Flughafen Wien, Austrian Airlines, ÖBB und Westbahn, Asfinag, aber auch Siemens oder Verbund. Das Ziel: Allianz- und Partnerprojekte zu schaffen, die den Standort zukunftsfit machen.

Derzeit gibt es bereits rund 20 Projekte - eines davon ist laut Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, die Bahnanbindung von Wien über den Flughafen in Richtung Bratislava und die Slowakei. Nach derzeitigem Stand wird der Ausbau erst 2035 abgeschlossen werden - viel zu lange für so ein wichtiges Projekt, so Ofner. Grundsätzlich arbeite man in Richtung "Fast Track", erklärte dazu Norbert Hofer, Verfahren für wichtige Infrastrukturmaßnahmen sollen also künftig beschleunigt werden. "Die meisten Projekte scheitern nicht am Geld, sondern an regulativen Hindernissen", meinte VIE-Vorstand Ofner.

Auch Austrian Airlines ist bei ZOVI mit an Bord. CFO Wolfgang Jani erklärte aus Sicht der AUA, dass vor allem der Hub Wien gestärkt werden muss - da sonst von anderen Drehkreuzen zu viel Wertschöpfung abgezogen werde. Jani wies auch auf die wichtige Bedeutung des Flugverkehrs und insbesondere Austrian Airlines für den Standort hin. So seien im Vorjahr fast sieben Millionen Touristen mit dem Flugzeug in Österreich gelandet. Abgesehen vom Verkehr gibt es aber auch viele andere Themen - von neuen Möglichkeiten der Energieversorgung bis hin zum Ausbau des Breitbandnetzes und noch weiter spannt sich hier der Bogen. Siemens-Österreich-Chef Wolfgang Hesoun erwähnte in dem Zusammenhang die "Smart City", wo das Unternehmen in der Seestadt Aspern in Wien ein großes Experimentierfeld zur Verfügung hat.

Erste konkrete Ergebnisse der diversen Arbeitsgruppen sollen Mitte 2019 vorgestellt werden. Vorerst werden von den einzelnen Unternehmen insgesamt rund 200.000 Euro pro Jahr für die Begleitung des Projektes, dessen politischer Initiator ÖVP-Verkehrssprecher Andreas Ottenschzläger ist, aufgestellt. Als wissenschaftlicher Beirat konnte unter anderem der Verkehrsexperte Friedrich Zibuschka gewonnen werden.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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