Wow Air stellt Flugbetrieb ein

Die Investorensuche für die isländische Airline dürfte gescheitert sein.

Airbus A321neo von Wow Air (Foto: www.AirTeamImages.com).

Nachdem es in der Früh noch geheißen hat, dass man sich in finalen Gesprächen mit Investoren befunden hätte und der Flugbetrieb bis auf weiteres eingestellt worden ist, dürfte Wow Air nun komplett am Boden bleiben: Um 9 Uhr Ortszeit hat die isländische Airline bekannt gegeben, dass der Flugbetrieb eingestellt wird.

Damit wird der vorläufige Schlussstrich unter ein Airline-Abenteuer gezogen, das 2012 mit zwei geleasten Airbus A320 begonnen hat. Ähnlich wie Icelandair hat auch Wow Air auf den Transfer-Verkehr zwischen nordamerikanischen und europäischen Zielen geschielt. Das dürfte zumindest anfangs gut funktioniert haben: So flogen 2015 bereits rund 725.000 Passagiere mit den mittlerweile drei A320 und zwei A321.

Skùli Mogensen (Foto: Wow Air).

In den Folgejahren wuchsen sowohl die Flotte als auch die Passagierzahl der vom Entrepeneur und Investor Skúli Mogensen gegründeten Airline rasant: 2017 waren es bereits 2,8 Millionen Fluggäste - und der Flugzeugpark wurde durch weitere A320 sowie A330 vergrößert. In ihrer Spitzenzeit verfügte Wow Air über 18 Flugzeuge.

Der Wendepunkt kam 2018: Wohl im Zuge ansteigender Ölpreise und der starken Konkurrenzsituation konnte zwar die Passagierzahl abermals auf 3,5 Millionen gesteigert werden. Trotzdem musste Wow Air gehörig Federn lassen: Flugzeuge wurden im Laufe des Jahres ab- und Strecken aufgegeben. Das selbst auferlegte Programm, den Betrieb zu vereinfachen, zu den Low-Cost-Wurzeln zurückzukehren und sich auf ultra-billige Flüge zu fokussieren, ging dann offenbar nicht mehr auf. Gespräche mit Finanziers kamen über die Verhandlungen nicht hinaus.

Ende für Pink: Zwischengelagerter Wow-Air-Airbus-A330 in Toulouse (Foto: Martin Metzenbauer).

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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