Wird Lauda zum Niki-Retter?

Niki Lauda bezeichnet Chancen eines Einstiegs als "sehr groß".

Wie sieht die aktuelle Niki-Flotte aus und wie groß ist sie? Diese Frage ist gar nicht zu leicht zu beantworten (Foto: Martin Metzenbauer).

Niki Lauda könnte wieder bei der von ihm 2004 gegründeten Airline Niki einsteigen. Am vergangenen Mittwoch wurde ja beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg die Insolvenz angemeldet, nachdem Lufthansa aus umstrittenen Gründen ihre Übernahmezusage zurückgezogen hat.

In der ZIB2 am Donnerstagabend erklärte Lauda, dass er weiterhin Interesse habe, bei seiner ehemaligen Airline wieder einzusteigen bzw. sie aus der Insolvenz herauszukaufen. Am heutigen Freitag sollen Gespräche in Frankfurt geführt werden, bei denen beispielsweise die wichtige Frage geklärt wird, wie viele Flugzeuge Niki jetzt tatsächlich zur Verfügung stehen. "Das ist das um und auf", so Lauda. Zuletzt war die Airline mit einer Flotte unter anderem aus ehemaligen Air Berlin A321 sowie von TUIfly geleasten Boeing 737 unterwegs.

Weiters wichtig: Die bestehenden Slots stehen laut dem Airliner - er ist ja derzeit mit dem Bedarfsflugunternehmen LaudaMotion aktiv - sieben Tage nach Insolvenzanmeldung zur Verfügung. Wenn man Wert auf die bestehenden Start- und Landerechte legt, müsste also in dieser Zeit eine grundsätzliche Entscheidung getroffen werden. Aber auch wenn sich dies nicht mehr ausgehen sollte, kann sich Lauda vorstellen, im Jänner weitere Verhandlungen zu führen und die Airline quasi neu aufzustellen.

Das Vorgehen von Lufthansa, ihr Kaufangebot knapp vor Weihnachten zurückzuziehen, nachdem die Wettbewerbsbedenken in Wirklichkeit seit Monaten bekannt waren, bezeichnete Lauda in der Nachrichtensendung als "moralisch bedenklich".

Die abschließende Frage, wie er die Chance sieht, bei der Fluglinie wieder einzusteigen, beantwortete Lauda mit "sehr groß". Man darf also gespannt sein, ob das Kapitel Niki doch noch nicht ganz zugeschlagen wird.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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