Winterflugplan: Laudamotion wächst in Wien massiv

Mit acht stationierten Flugzeugen sollen 22 Ziele angesteuert werden.

Niki Lauda und Andreas Gruber nebst Laudamotion-Flugbegleiterinnen (Foto: Martin Metzenbauer).

Statt mit aktuell vier Flugzeugen will Laudamotion im kommenden Winterflugplan gleich mit acht Airbus-Maschinen von Wien aus starten. Das erklärten die beiden Geschäftsführer der Fluglinie Niki Lauda und Andreas Gruber im Rahmen eines Pressemeetings am Mittwochvormittag in Wien. Insgesamt 22 Ziele sollen angesteuert werden - die meisten davon sind neu im Laudamotion-Flugplan:

  • Amman (2x/Woche)
  • Barcelona (9x/Woche)
  • Beauvais (bei Paris, 3x/Woche)
  • Bergamo (bei Mailand, 7x/Woche)
  • Bologna (4x/Woche)
  • Bukarest (7x/Woche)
  • Dublin (7x/Woche)
  • Faro (2x/Woche)
  • Fuerteventura (1x/Woche)
  • Kopenhagen (3x/Woche)
  • Krakau (4x/Woche)
  • Lanzarote (1x/Woche)
  • Larnaca (2x/Woche)
  • Las Palmas (2x/Woche)
  • London-Stansted (14x/Woche)
  • Madrid (7x/Woche)
  • Malaga (3x/Woche)
  • Marrakesch (2x/Woche)
  • Palma (7x/Woche)
  • Rom (9x/Woche)
  • Sevilla (2x/Woche)
  • Teneriffa (2x/Woche)

Die Angebote ab den Bundesländerflughäfen sowie ab Deutschland sollen in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden. Die Auswahl an Zielen ab Wien dürfte den Wettbewerb am größten Flughafen Österreichs weiter anstacheln - viele der Destinationen werden bereits von Mitbewerbern angeboten. Die Folge werden wohl primär attraktivere Preise für die Passagiere sein - Laudamotion bietet (natürlich kontingentbeschränkte) Kampfpreise ab 9,99 Euro pro Strecke zu einzelnen Zielen an. Neben Laudamotion versuchen bekanntlich einige Low Cost Carrier, sich möglichst große "Küchenstücke" nach der Insolvenz von Air Berlin am Standort Wien zu sichern - so etwa EasyJet, Vueling, Eurowings oder Wizzair. 

Die massive Laudamotion-Programmausweitung in Wien hat für den Standort einige Folgen: So rechnet man für VIE pro Jahr mit rund 1,8 Millionen Laudamotion-Passagieren - damit ist man freilich noch ein ganzes Stück weit entfernt von den knapp vier Millionen Fluggästen, die von Niki und Air Berlin in Wien beispielsweise im Jahr 2015 abgefertigt wurden. In Österreich bietet das Unternehmen derzeit rund 500 Menschen einen direkten Arbeitsplatz - diese Zahl könnte durch den Ausbau natürlich weiter erhöht werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich im Übrigen auch bald über einen Kollektivvertrag freuen können. Laut Niki Lauda gäbe es "gute Gespräche" mit der Gewerkschaft - ein Abschluss wird in den nächsten Wochen erwartet.

Für die nächsten Jahre haben sich Niki Lauda und Andreas Gruber noch einiges vorgenommen: Die Flottengröße soll von derzeit 19 auf 30 bis 50 Flugzeuge wachsen. Mittelfristig will man dabei auf eine reine Airbus-Flotte setzen - die derzeitig von Ryanair im Wetlease betriebenen Flugzeuge sollen zurückgegeben werden. Im nächsten Jahr möchte man neun Airbus-Maschinen leasen, über weitere Lieferungen ab 2020 ist man mit dem europäischen Produzenten in Verhandlungen.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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