Wien: Utair nimmt Ufa auf

Carrier kassiert für "großes Handgepäck" extra.

Boeing 737-800 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Nach Moskau-Vnukovo wird die russische Fluggesellschaft Utair auch die Stadt Ufa, Föderationskreis Wolga, mit Wien verbinden. Der Carrier wird unter den Flugnummern UT731/732 ab 3. Juni 2019 mit Boeing 737 zwischen den beiden Städten pendeln.

Wie Utair gegenüber AviationNetOnline bestätigte sollen die Maschinen an den Verkehrstagen Montag und Freitag verkehren. Ufa hat knapp über eine Million Einwohner (Stand Volkszählung 2010) und ist die Hauptstadt der Republik Baschkortostan innerhalb der Russischen Föderation.

Oneway-Tickets sind laut Utair ab umgerechnet etwa 68 Euro erhältlich. In der Tarifklasse „Minimum“ sind laut Angaben des Carriers nur der reine Flug und maximal ein Handgepäckstück mit höchstens fünf Kilogramm inklusive. In den Preisklassen Optimum, Premium und Business sind weitere Zusatzleistungen wie 20 Kilogramm Gepäck und/oder größeres Handgepäck inkludiert.

Es gilt auch darauf hinzuweisen, dass Utair das Kabinengepäcksystem von Ryanair, Lauda und Wizzair kopiert und etwas abwandelt hat. In der billigsten Buchungsklasse ist lediglich eine kleine Tasche mit den maximalen Dimensionen 40x30x20 Zentimetern zugelassen, das noch dazu maximal fünf Kilogramm wiegen darf. Die Mitnahme eines 55×40×25-Zentimer-Handgepäckstücks kostet in den Buchungsklassen Minimum und Optimum umgerechnet rund 14 Euro pro Strecke extra. Wer Premium oder Business bucht hat ein kleines und ein großes Kabinengepäckstück bereits inklusive.

Utair steht finanziell erheblich unter Druck, denn die Wirtschaftsprüfer von Ernest & Young attestieren dem Unternehmen „eine wesentliche Unsicherheit hin, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zum Fortbestand des Unternehmens aufkommen lässt“, berichtet Rusavia. Zuletzt schrieb Utair einen Verlust in der Höhe von umgerechnet rund 60.433.641 Euro.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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