Wien: Eurowings streicht Larnaka, Nizza und Stansted

Lufthansa-Billigtochter geht intensivem Wettbewerb offensichtlich aus dem Weg.

Airbus A320 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die Lufthansa-Tochter Eurowings wird mit Ende der Sommerfluplanperiode die Verbindungen ab Wien nach Larnaka, Nizza und London-Stansted einstellen. Der letzte Nonstop-Flug nach Zypern wird am 23. Oktober 2018 durchgeführt, während die britische Destination mit 28. Oktober 2018 letztmalig ohne Umstieg ab Wien bedient wird. Die französische Stadt wird am 26. Oktober 2018 aufgegeben.

Bemerkenswert an diesen Justierungen im Eurowings-Streckennetz ab Wien ist, dass in Richtung Larnaka mit Anisec (Level) kürzlich ein Mitbewerber aufgekommen ist und mit Beginn der Winterflugplanperiode 2018/19 auch Laudamotion und Wizzair die zypriotische Stadt ab Wien anfliegen werden.

Ähnlich verhält es sich mit der Stansted-Strecke, die ab Beginn der nächsten Flugplanperiode von Laudamotion bedient wird. Level fliegt seit Mitte Juli nach Gatwick. Nizza hingegen wird Wizzair mit 26. November 2018 ab Wien aufnehmen. Weiters steuert Austrian Airlines die französische Stadt an.

Dem Vernehmen nach soll Eurowings möglicherweise bedingt durch Konkurrenz auf verschiedenen, wettbewerbsintensiven Routen ab Wien, einen Fluggastrückgang verzeichnen. Insbesondere das Preisniveau scheint auf den genannten Strecken, die aufgegeben werden, nicht im Sinne der Lufthansa Group zu sein, da insbesondere Wizzair und Laudamotion als Ultra-Lowcoster positioniert sind, was zwangsläufig dazu führen würde, dass Eurowings auf deren Preise reagieren müsste, um potentielle Kundschaft überzeugen zu können.

Mit Qualität kann der Lufthansa-Ableger angesichts seit mehreren Monaten andauernder, streckennetzweiter erheblicher Verspätungen und überdurchschnittlich häufigen und kurzfristigen Flugstreichungen momentan keine Stammkundschaft gewinnen. Davon ausgenommen sind freilich Routen, auf denen es keinen Mitbewerber gibt, jedoch sind diese tendenziell gelegentlich teurer als jene, auf denen man einen oder mehrere "Spielkameraden" hat. Der Fairness halber muss allerdings hinzugefügt werden, dass auch zahlreiche Eurowings-Mitbewerber momentan ähnliche Performance-Probleme haben.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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