Wien: Anisec stellt London-Gatwick ein

Passagiere sollen via Barcelona, teilweise mit Übernachtung, umgebucht werden.

A321-200 (Foto: Felix Hofer).

Die österreichische IAG-Tochter Anisec kürzt das Streckennetz ab Wien weiter, denn per 30. August 2019 wird die Verbindung nach London-Gatwick eingestellt. Der Verkauf von Flugscheinen über dieses Datum hinaus wurde bereits gestoppt. 

Die Anzahl der im Winterflugplan bedienten Destinationen ab Wien reduziert sich damit von sieben auf sechs, wobei Alicante und Bilbao lediglich zwischen 19. Dezember 2019 und 6. Jänner 2020 bedient werden sollen. Ursprünglich startete Anisec im Juli 2018 mit 14 Zielen ab der österreichischen Bundeshauptstadt.

Von der Aufgabe der London-Gatwick-Strecke betroffene Passagiere sollen auf Verbindungen mit Umstieg in Barcelona umgebucht werden. Dies geht aus Anschreiben hervor, die der Carrier an Fluggäste verschickte. Allerdings ist teilweise eine Übernachtung in der spanischen Stadt notwendig. Gegenüber AviationNetOnline erklärte eine Anisec-Sprecherin: „Bei einer Umbuchung des London-Gatwick-Fluges via Barcelona werden die Kosten für die Nächtigung in Barcelona von uns übernommen Kunden haben auch die Möglichkeit den Flug kostenlos zu stornieren.“

Betroffene Passagiere müssen eine Umbuchung via Barcelona allerdings nicht akzeptieren, sondern können auch auf die Umbuchung auf eine andere Fluggesellschaft bestehen. Der Oberste Gerichtshof stellte unter der Geschäftszahl 1Ob133/18t fest, dass Airlines verpflichtet sind auch auf andere Airlines, selbst außerhalb des Konzerns – für den Reisenden kostenfrei – umzubuchen, wenn die Beförderungsleistung nicht wie gebucht erbracht werden kann. Bezüglich der Entschädigungszahlung nach EU-VOR 261/2004 kommt es auf darauf an, ob die Airline weniger als 14 Tage vor geplantem Abflug über die Streichung informiert hat. Sollte dies früher erfolgt sein, so steht keine Entschädigungspauschale zu, allerdings das Recht auf eine Ersatzbeförderung – auch mit einer anderen Fluggesellschaft – bleibt dennoch aufrecht.

Autor: René Steuer
Redakteur
René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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