WestJet startet in neue Langstrecken-Ära

Die erste von zehn Boeing 787-9 wurde an die kanadische Airline übergeben.

Die erste Boeing 787-9 wurde vor kurzem an WestJet übergeben (Foto: Boeing).

Die kanadische WestJet hat ihre erste von insgesamt zehn Boeing 787-9 übernommen. Damit will sich die Airline die bislang in erster Linie in Kanada, den USA, im karibischen Raum sowie in Zentralamerika unterwegs war, als globale Fluglinie weiterentwickeln. Das Widebody-Zeitalter hat bei WestJet allerdings - in zurückhaltenderer Form - bereits Mitte der 2010er-Jahre begonnen. Seitdem fliegt die kanadische Airline neben ihrer Boeing-737-Flotte mit vier geleasten Boeing 767-300ER, die in erster Linie transatlantisch nach London (Gatwick) und zu weiter entfernten nordamerikanischen Zielen wie Hawaii unterwegs sind.

Mit den ersten drei Boeing 787, die bis März geliefert werden sollen, wird WestJet ab kommendem Sommerflugplan ihr Europa-Angebot ausbauen: Neben den Calgary-London-Flügen wird es außerdem nach Dublin und Paris gehen. Darüberhinaus wird auch Barcelona ab Toronto aufgenommen - allerdings mit der Boeing 767. Außerdem fliegt WestJet auch noch mit der Boeing 737-700 "schmaldumpfig" zwischen Halifax und Glasgow.

Interessant wird jedenfalls, wohin WestJet mit den weiteren sieben Dreamlinern fliegen wird, die in den nächsten Jahren ausgeliefert werden sollen. In Europa sind jedenfalls der Flag Carrier Air Canada samt deren Ferienlinie Air Canada Rouge - nicht zuletzt gemeinsam mit den Partnern aus dem A++ Joint Venture - bereits stark vertreten. Auch die ebenfalls  kanadische Air Transat bietet einige Europa-Destinationen an - genauso wie natürlich jede Menge europäischer Carrier ebenfalls über den Atlantik in Richtung Kanada fliegen.

WestJet wird jedenfalls - trotz ihrer Anfänge als Low Cost Airline - wohl eher in den Teichen der Legacy Carrier fischen. So ist die 787 mit einer komfortablen Drei-Klassen-Bestuhlung ausgestattet: Eine Business Class mit 16 Lie-Flat-Sitzen, eine Premium Eco mit 28 Plätzen in 2-3-2-Konfiguration sowie eine Economy Class mit Platz für maximal 276 Passagiere (Sitzabstand: 31 Zoll). Das Bordservice beinhaltet auch in der billigsten Klasse Speisen und Getränke - in der Premium Economy und der Business Class entsprechend exquisitere Angebote. Bei letzterer bietet WestJet sogar ein "Dine Anytime Service" an.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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