Wartezeiten in Frankfurt: 3.000 Passagiere mussten am Boden bleiben

Weil Fluggäste bis zu 90 Minuten an den Sicherheitskontrollen ausharren mussten, erreichten viele Reisende ihre Abflüge nicht rechtzeitig.

Wartezeiten von bis zu 90 Minuten wurden am Samstag registriert (Foto: Lufthansa).

Den Start in die Weihnachtsferien hat sich so mancher Passagier am Flughafen Frankfurt wohl anders vorgestellt. Statt mit dem Flugzeug in Richtung Sonne oder Skiurlaub zu fliegen, mussten am Samstag rund 3.000 Lufthansa-Fluggäste am Boden bleiben. Der Grund: Aufgrund langer Schlangen und Wartezeiten von bis zu 90 Minuten vor der Sicherheitskontrolle haben viele Reisende ihren Abflug verpasst. Abgesehen davon hoben 88 Lufthansa-Flüge mit Verspätung ab, weil das Gepäck dieser Passagiere wieder ausgeladen werden musste. Insgesamt nutzten laut dem Betreiber Fraport am Samstag rund 200.000 Menschen den größten deutschen Flughafen.

Den Unmut der Am-Boden-Gebliebenen hat Lufthansa direkt in Richtung des Flughafenbetreibers Fraport und der für die Sicherheitskontrollen zuständigen Bundespolizei weitergeleitet: "Am vierten Adventswochenende sind erneut große Qualitätsprobleme am Frankfurter Flughafen deutlich geworden. 3.000 Fluggäste verpassten aufgrund der viel zu langen Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen ihre Abflüge. In Spitzenzeiten ist das System offenkundig überlastet. Im kommenden Jahr müssen diese Probleme in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und der Fraport dringend gelöst werden", erklärte Detlef Kayser, designiertes Vorstandsmitglied der Deutschen Lufthansa AG für Airline Ressources & Operations Standards.

Ein Sprecher des Betreibers Fraport erklärte im Gespräch mit Austrian Aviation Net, dass man die Wartezeiten natürlich bedaure. Im Vorfeld sei jedoch die Empfehlung kommuniziert worden, an diesem starken Reisewochenende mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. "Wir arbeiten allerdings daran, dass es künftig besser wird", so der Sprecher. So sollen 2019 neue Kontrollstraßen geschaffen werden.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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