Virgin Atlantic storniert A380-Order

Der Auftrag wurde nach jahrelangen Verzögerungen nun aus dem Orderbuch des Herstellers genommen. Stattdessen werden A350-1000 und Boeing 787-9 die Flotte der Airline dominieren.

"Danke, aber nein danke". Virgin Atlantic erteilt Airbus eine Abfuhr. (Foto: Virgin Atlantic)

Nun wird doch nichts aus dem A380 in Virgin Atlantic-Farben. Wie unter anderem das Branchenportal „Aerotelegraph“ berichtet, stornierte die britische Langstreckenairline ihre Bestellung über sechs doppelstöckige Giganten aus europäischer Produktion. Die Flugzeuge wurden am Mittwoch offiziell aus dem Orderbuch des Herstellers gestrichen.

Ihren Auftrag hatte Virgin Atlantic vor 17 Jahren abgegeben. Die erste Maschine hätte bereits im Sommer 2006 übergeben werden sollen, die Auslieferung wurde jedoch immer wieder hinausgezögert. Stattdessen dürfte die Airline ihre Langstreckenflotte mit kleineren A350-1000 modernisieren. Zwölf Exemplare dieses Typs bestellte Virgin Atlantic 2016. Sie stoßen ab dem kommenden Jahr zur Flotte und ersetzen in die Jahre gekommen Boeing 747-400 und Airbus A340-600. Auch die Boeing 787-9 der Konkurrenz dominiert immer mehr den Flugplan.

Die nicht ganz unerwartete Stornierung der A380-Bestellung ist natürlich ein weiterer Rückschlag für das strauchelnde Programm. Wie berichtet, rettete Emirates es zuletzt mit einer Bestellung über 20 Maschinen und der Annahme von 16 Optionen. Trotzdem muss die Produktionsrate ab 2020 auf sechs Exemplare pro Jahr reduziert und der Personalstamm gekürzt werden. Bis zu 3.600 Stellen seien, unter anderem, aber nicht ausschließlich wegen der geringen Nachfrage nach dem A380, in Gefahr.

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