Verpatzter Laudamotion-Erstflugtag

Zahlreiche Rotationen waren am Freitag teilweise empfindlich verspätet. Laut Laudamotion-Chef Andreas Gruber war die Rückstellung der für zuvor für Eurowings fliegenden Maschinen, Wetterprobleme sowie ein Technical ursächlich.

Foto: www.AirTeamImages.com

Strahlende Gesichter und freudige Presseaussendungen: So präsentierten sich am 1. Juni Laudamotion und diverse Airports, von denen das österreichische Airline-Startup nach Beendigung der Operations für Eurowings in den symbolischen Neustart gehen wollte. Das Lachen ist allerdings manchen Passagieren und wohl auch Crews vergangen, da dieser Tag vor allem von teils empfindlichen Verspätungen geprägt war.

So mussten Fluggäste, die auf Flügen gebucht waren, auf denen der Airbus A321 OE-LCG unterwegs war, laut Daten von Flightradar24.com teilweise mehr als vier Stunden auf ihren Abflug warten. Betroffen waren Flüge zwischen Palma und Düsseldorf, Basel, Stuttgart und Wien. War der A320 OE-LOC am Anfang des Tages noch pünktlich unterwegs, bauten sich untertags auch Verspätungen von mehr als zwei Stunden auf Flügen zwischen Berlin bzw. Nürnberg und Palma auf. Bis rund zwei Stunden verspätet waren auch die Passagiere auf der OE-LOD (A320) unterwegs - dieses Flugzeug war von Palma aus nach München, Stuttgart und Wien unterwegs.

Besonders unlustig war es für Passagiere des A320 OE-LOE. Nach einem pünktlichen Start in den Tag baute sich auch hier eine Verspätungskaskade auf: Laut Flightradar24.com startete der für 21:10 geplante Abflug OE 105 erst um 04:18 Samstagmorgen von Palma in Richtung Wien. Aber auch den Passagieren der Schwestermaschine OE-LOF ging es nicht viel besser - auf einer Wien-Chania-Wien- sowie einer Wien-Pisa-Wien-Rotation mussten sie bis zu rund sechs Stunden warten.

Zwei Flugzeuge waren pünktlicher unterwegs: Der Airbus A321 OE-LCJ führte seine Palma-Flüge von und nach Salzburg, Linz und Düsseldorf ohne nennenswerte Verspätung durch. Und auch der A320 OE-LOG konnte sein Flugpensum zwischen Palma und Stuttgart bzw. Münster problemlos abspulen. Von sieben am 1. Juni eingesetzten eigenen Laudamotion-Fliegern hatten also fünf teilweise enorme Verspätungen - der Unmut der Passagiere entlud sich dabei wohl nicht nur auf der Facebook-Präsenz der Airline - teuer dürfte es durch die EU-Bestimmungen auch für Laudamotion werden, wenn sich Fluggäste an der Airline schadlos halten.

Die Gründe waren laut Laudamotion-Chef Andreas Gruber einerseits logistischer Natur und andererseits in Wetterproblemen sowie einem Technical zu suchen: "Aufgrund des Ende des Eurowings-Wetleases und neuer Laudamotion-Basen mussten am Vorabend sämtliche Flugzeug umstationiert werden. Hier waren wir leider von wetterbedingten Diversions am Vortag aufgrund von Wetterproblemen in Nordrhein-Westfalen und Süddeutschland betroffen. Zudem gab es leider auch in Folge weitere Wetterprobleme am gestrigen Morgen unseres Erstflugtages in Nordrhein-Westfalen. Zusätzlich hatten wir gestern mit slotbedingten Umlaufverspätungen - z.B. Chania - zu kämpfen und ein Flugzeug hatte kurzfristig technische Problemen, die wir aber in den Griff bekommen haben", erklärte Andreas Gruber gegenüber Austrian Aviation Net.

Auf die in sozialen Medien geäußerte Kritik an der Informations- und Kommunikationspolitik von Laudamotion wird laut Gruber sofort reagiert: "Sie können versichert sein, dass wir erneut und unverzüglich alle unsere Stationen zwecks Verbesserung der Kommunikation an unsere Passagiere angewiesen haben. Zudem haben wir im Laufe des gestrigen Tages zusätzlich und auf Adhoc-Basis Getränke beladen lassen um diese unseren Gästen im Verspätungsfall kostenlos anzubieten", so der Airlinechef. "Auch heute kümmern sich alle operativen Bereiche sowie unser gesamtes Management um die On Time Performance unserer Flotte sowie eine reibungslose Operation für unsere Passagiere sicher zu stellen", erklärte Gruber.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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