Verkehrsluftfahrt: Im Vorjahr 15 Abstürze mit 556 Toten

Der Lion Air Crash am 29. Oktober 2018 forderte die meisten Opfer.

Symbolfoto: Pixabay

2018 war für die Verkehrsluftfahrt abermals ein sehr sicheres Jahr: Mit "nur" 15 Abstürzen mit Todesfolge waren in dieser Zeitspanne nach 2015 und 2017 die bislang wenigsten schweren Unfälle zu verzeichnen. Dies berichtet das Aviation Safety Network in seiner aktuellen Statistik. Im Vergleich dazu lag in den frühen 1990er Jahren der Durchschnitt noch bei bis zu jährlich 50 tödlichen Flugunfällen mit Verkehrsflugzeugen - und das bei deutlich weniger beförderten Passagieren als heute.

Der schwerste Unfall im Vorjahr war der Lion-Air-Crash mit einer Boeing 737 MAX 8 im Oktober 2018, bei dem 189 Menschen ihr Leben lassen mussten. Der Absturz einer Boeing 737-200 von Global Air im Mai forderte 112, der einer Antonov An-148 von Saratov Airlines im Februar 71 Todesopfer. Der einzige tödliche Absturz in Zentraleuropa war der Crash einer Junkers Ju-52 der Ju-Air im August in der Schweiz.

Das Team des Aviation Safety Network hat berechnet, dass es im Vorjahr statistisch zu einem tödlichen Unfall alle 2,54 Millionen Flügen gekommen ist. Damit ist das Risiko, bei einem Flugzeugabsturz zu sterben in etwa so hoch, wie bei einem Zugunglück sein Leben zu verlieren. Laut - allerdings schon etwas älteren Zahlen - des European Transport Safety Council ist die Gefahr, in einem Verkehrsmittel in EU-Staaten umzukommen als Motorradfahrer am höchsten (13,8 Tote pro 100 Personenkilometer), gefolgt von Fahrrädern (5,4), Autos (0,7), Bus (0,07). Flugzeug und Bahn liegen mit 0,035 Toten pro 100 Personenkilometer auf den besten Plätzen.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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