Venezuela: Grounding bei Conviasa

Staatlicher Flagcarrier kann die Versicherungsprämien nicht mehr bezahlen.

Dieser Embraer 190 wird wohl längere Zeit auf dem Boden bleiben müssen (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die Staatskrise in Venezuela hat nun auch den staatlichen Flagcarrier Conviasa zum Grounding gezwungen. Nachdem mit Ausnahme von drei Maschinen bereits die gesamte Flotte am Boden bleiben musste, wurde nun der Flugbetrieb eingestellt. Hintergrund ist laut lokalen Medienberichten, dass die Fluggesellschaft nicht mehr in der Lage ist entsprechende Versicherungsprämien zu bezahlen.

Wie international üblich ist das Fluggerät bei internationalen Spezialanbietern versichert, so dass die Bezahlung in "harten Währungen" wie dem U.S.-Dollar oder in Euro erfolgen muss. Doch Venezuela mangelt es massiv an Devisen, so dass auch Conviasa nicht mehr ausreichend Fremdwährung zur Bezahlung ihrer Versicherungen zur Verfügung hat.

Die Folge ist, dass auch die letzten drei Maschinen des Typs Embraer 190 auf dem Boden bleiben müssen. Für viele Routen beauftragte Conviasa bereits ACMI-Fluggerät, da man mit dem eigenen - beispielsweise aufgrund fehlender Ersatzteile - nicht mehr abheben konnte. Wie Aerotelegraph.com berichtet soll auf der Strecke Caracas-Madrid die spanische Wamos Air mit einer Boeing 747-400 im Auftrag von Conviasa im Einsatz gewesen sein, jedoch kündigten die Spanier wegen ausgebliebener Leasingraten und der unsicheren politischen Lage in Venezuela fristlos.

Autor: Jan Gruber
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Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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