VCÖ: CO2-Emissionen durch Flugverkehr stark gestiegen

Die Kohlendioxid-Belastungen durch Flüge können beispielsweise über Climate Austria oder Atmosfair kompensiert werden.

Foto: Martin Metzenbauer

Durch das überproportionale Wachstum des Flugverkehrs in Österreich 2018 sind auch die CO2-Emissionen aus der Luftfahrt deutlich gestiegen. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat vorgerechnet, dass diese im Vorjahr um rund 12 Prozent gegenüber 2017 in die Höhe gegangen sind: Rund 2,8 Millionen Tonnen waren es laut den VCÖ-Zahlen, die sich aus der Menge an in Österreich getanktem Kerosin berechnen. Laut VCÖ verursacht ein Flugzeug pro Personenkilometer rund 31 Mal so viel CO2 wie die Bahn in Österreich und doppelt so viel wie ein durchschnittlicher PKW.

Im Vergleich zur gesamten CO2-Belastung nimmt sich der Flugverkehr allerdings noch immer recht bescheiden aus: Im Jahr 2017 (von 2018 liegen keine Gesamtzahlen vor) betrug dessen Anteil in Österreich 2,8 Prozent an der (menschenverursachten) CO2-Belastung. Unter allen Verkehrsträgern lag der Beitrag der Flugzeuge bei 9,8 Prozent.

Der VCÖ verlangt als Gegenmaßnahme, dass Kerosin besteuert wird - Flugtreibstoff ist ja von der Mineralölsteuer befreit. Aber auch Investitionen in die Schiene sollen forciert werden: "Die Klimakrise ist nur bewältigbar, wenn statt Flugzeug und Auto häufiger die Bahn gewählt wird und mehr Gütertransporte von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Und dafür braucht es in den kommenden Jahren EU-weit die Modernisierung und den Ausbau der Schieneninfrastruktur", fordert Markus Gansterer Themenverantwortlicher für Mobilität, Technologie und Ökonimie beim VCÖ.

Wer trotzdem fliegen und dabei ein reineres Umweltgewissen haben möchte, kann dies über die CO2-Kompensationsprojekte bekommen. In Österreich gibt es beispielsweise Climate Austria, in Deutschland Atmosfair. So zahlt man aktuell bei Climate Austria für einen Hin- und Rückflug von Wien nach Paris sieben Euro für die Kompensation von 270 Kilogramm CO2. Teilweise bieten diese CO2-Kompensation auch Airlines auf ihren Buchungsmasken selbst an.

Wer will, kann auch heute schon umweltfreundlich(er) fliegen. Bei Austrian Airlines wird während der Buchung die Möglichkeit zur CO2-Kompensation über Climate Austria angeboten (Screenshot: Austrian Airlines).

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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