Trump schwächt die Nachfrage für US-Flüge

“The president himself“ sorgt in den Emiraten bereits für weniger Flugbuchungen in die USA.

Die A380 Richtung USA sind nicht mehr so gut gebucht (Foto: Andy Graf).

Ab nächsten Monat wird Emirates die Flüge in die USA reduzieren. Wie das Luftfahrtmedium ATW berichtet, habe sich die Nachfrage nach Amerika-Flügen stark verschlechtert, seitdem Donald Trump vor drei Monaten das Präsidentenamt angetreten hat. Die Golf-Airline wird zwar keine der 12 US-Strecken, die sie momentan bedienen, einstellen, aber zu fünf dieser 12 Destinationen wird die Frequenz ausgedünnt werden.

Trump´s Verwaltungsapparat versuchte bekanntlich zweimal, ein Einreiseverbot für Einwohner bestimmter Länder – darunter Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien und Jemen – zu verhängen. Beide Verbote wurden von US-Bundesgerichten blockiert, doch diese Maßnahmen hinterlassen Spuren.

“Das ist eine wirtschaftliche Entscheidung als Reaktion auf die schwache Nachfrage“, sagte ein Emirates Pressesprecher. “Die jüngsten Maßnahmen der US-Regierung in Bezug auf die Ausstellung von Einreisevisa, verstärkte Sicherheitskontrollen und Restriktionen bei elektronischen Geräten in der Flugzeugkabine hatten direkte Auswirkungen auf das Interesse der Kunden in die USA zu reisen“ so der Sprecher weiter.

Ein gesundes Wachstum auf die USA bezogen erfuhr Emirates gegen Ende letzten Jahres. Während der letzten drei Monaten haben sich die Buchungszahlen auf allen US Routen, die die Fluggesellschaft bedient, stark verschlechtert. “So wie jedes andere umsatzorientierte Unternehmen auch, müssen wir darauf reagieren und werden unsere Kapazitäten auf anderen Strecken unseres globalen Netzwerkes verstärken“ berichtet der Pressesprecher.

Ab 1. Mai wird Emirates die Flüge nach Fort Lauderdale von einer täglichen Verbindung auf fünf mal wöchentlich reduzieren. Ein ähnliche Kürzung wird ab 23. Mai die Strecke nach Orlando betreffen. Mit Anfang Juni werden Nonstopflüge nach Boston und Seattle nur mehr täglich, statt zweimal täglich, angeflogen. Und ab dem 1. Juli gilt dies auch für Flüge nach Los Angeles.

Autor: Andrea Wieger
Redakteurin
Andrea ist seit mehr als zwölf Jahren in verschiedenen Bereichen der Luftfahrt tätig. Sie liebt das Fliegen und unterstützt das Team von Austrian Aviation Net seit Februar 2017 als Redakteurin.

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