Transaero setzt Wien-Flüge aus

Einstellung des Flugbetriebs steht unmittelbar bevor.

Boeing 777 (Foto: Andy Graf).

Die russische Fluggesellschaft Transaero strich in den letzten Tagen eine Vielzahl von Flügen. Auch betroffen sind die Verbindugen nach Wien, für deren Streckenrechte sich dem Vernehmen nach S7-Airlines interessieren soll. Das letztgenannte Unternehmen lies in russischen Medienberichten durchsickern, dass man sich zahlreiche profitable Transaero-Strecken, darunter auch Wien, sichern wolle.

Dies könnte für den heimischen Markt insofern interessant sein, weil S7-Airlines und die deutsche Air-Berlin-Group seit vielen Jahren miteinander kooperieren. Bislang zur Streckeneinstellung flog Niki mit S7-Codeshare auf der Route Wien-Domodedovo. Die weitere Entwicklung bleibt jedoch abzuwarten.

Der Flughafen Wien listet mittlerweile das Flugangebot von Transaero nicht mehr. In Russland wird davon ausgegangen, dass der Flugbetrieb des Carriers am 15. Oktober 2015 endgültig zum Erliegen kommen wird. Reisenden soll eine Ersatzbeförderung mit Aeroflot ermöglicht werden, sofern das Abflugdatum vor dem 15. Dezember 2015 liegt. Gesicherte Informationen über die tatsächliche Einstellung des Flugbetriebs gibt es momentan aber nicht. In russischen Medien wird heftig darüber spekuliert, dass diese jeden Augenblick erfolgen könnte.

Aufgrund der derzeit äußerst unsicheren Beförderungssituation wird allen Reisenden, die von Transaero durchgeführte Flüge gebucht haben, dringend geraten sich möglichst frühzeitig über den Status ihrer Buchung zu informieren und gegebenenfalls nach Ersatzmöglichkeiten zu suchen.

Die Rettung des russischen Carriers scheint in die weitere Ferne gerückt zu sein, wenngleich sich die Beschäftigten mittels einer Petition direkt an Russlands Präsident Vladimir Putin gewandt haben. Aeroflot soll sich russischen Medienberichten nach bereits um die Rekrutierung von Transaero-Personal kümmern. So heißt es, dass bis zu einem Drittel der Flugbegleiter durch die Staatsairline übernommen werden könnten. Konkret geht es um bis zu 1.600 Stewardessen und Stewards. Auch sollen Piloten, die in Russland als heiß begehrt gelten, zu Gesprächen eingeladen werden.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Austrian Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan ist studierter Theater-, Film- und Medienwissenschaftler und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Austrian Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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