Test in Schiphol: Laptop & Flüssigkeiten bleiben im Handgepäck

Gemeinsam mit KLM und dem nationalen Sicherheitsbeauftragten testet der Flughafen Amsterdam eine neue Variante der Handgepäckskontrolle, die Ende 2017 vollständig in Amsterdam Schiphol eingesetzt werden könnte.

Bei der neuen Handgepäckskontrolle dürfen elektronische Geräte und Flüssigkeiten im Handgepäck bleiben (Foto: Amsterdam Schiphol).

Am Flughafen Amsterdam Schiphol wird eine neue Variante der Sicherheitskontrolle beim Abflug getestet. Zusammen mit dem niederländischen Beauftragten für Sicherheit und Terrorismusbekämpfung (NCTV, Nationaal Coördinator Terrorismebestrijding en Veiligheid) und KLM testet der Flughafenbetreiber zwei neue Röntgen-Geräte für die Sicherheitskontrolle von Handgepäck. Bei dem Test dürfen Passagiere ihre elektronischen Geräte wie Laptop oder Tablet und Flüssigkeiten in ihren Taschen lassen. Die Software der neuen Geräte erlaubt dem Sicherheitspersonal die Bilder des geröntgten Handgepäcks um 360 Grad um alle Achsen zu drehen. Somit kann das Handgepäck von allen Winkeln aus sehr genau digital inspiziert werden.

Für das Pilotprojekt werden zwei Sicherheitslinien verwendet - eine in der Abflugshalle 3 und eine Sicherheitskontrolllinie im Transferbereich E/F. Passagiere werden vor Ort kurz vor der Kontrolle über die neue Variante und den Test informiert und eingewiesen. Flüssigkeiten müssen dabei weiterhin in verschließbaren und durchsichtigen Plastikbeutel mit einer maximalen Größe von einem Liter verpackt werden und die einzelnen Flüssigkeitsbehälter dürfen maximal 100 Mililiter beinhalten. Jedoch darf dieses Sackerl bei dem Test im Handgepäck verstaut bleiben.

Mit den Testlinien soll auch herausgefunden werden, ob die Sicherheitskontrolle einfacher und schneller für den Passagier durchgeführt werden kann. Läuft alles nach Plan und verläuft der Test positiv, könnte der Flughafen Schiphol den Einsatz der neuen Apparate stufenweise ausbauen und alle 67 Sicherheitskontrollen bis Ende 2017 umrüsten.

Autor: Christoph Aumüller
Redakteur
Christoph ist Absolvent des Studienlehrganges Luftfahrt der FH Joanneum Graz. Seit Mitte 2015 verstärkt er das Redaktionsteam von Austrian Aviation Net.

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