Smile Air: Kroatische Fluglinie will 2020 starten

Zwei Embraer 190 sollen zu Beginn eingesetzt werden. Aber auch Langstreckenflüge mit Airbus A330 hat das Startup im Visier.

Die Airline will mit zwei Embraer 190 starten (Foto: Smile Air).

Die Reihe gescheiterter kroatischer Airline-Startups der letzten Jahre ist beachtlich: Air Croatia, Sea Air, Tushkan Airways/AWEX, Limitless Airways, Libertas Air oder Dalmatian Airlines sind nur einige der Projekte, die überhaupt nicht oder nur kurze Zeit in der Luft waren. Anders soll es beim aktuellsten kroatischen Fluglinien-Versuch werden. Zumindest der Name lässt Positives erahnen: Smile Air soll die neue Airline heißen.

Wie EX-YU Aviation News berichtet, möchte das Startup nächstes Jahr mit zwei Embraer 190 an den Start gehen. Zusätzlich soll während der Sommersaison ein Airbus A321 geleast werden. Von Kroatien aus möchte man zuerst in Richtung Europa, Afrika und Mittlerer Osten starten. Man denkt dabei allerdings bereits weiter: Ein Airbus A330 soll für Langstreckenflüge angeschafft werden. Aktuell kümmert man sich um die Erteilung eines AOC.

Wer steht hinter Smile Air? Gegründet wurde das Unternehmen von Nino Borić und Bernard Lukač. Borić, der seit vielen Jahren in der Branche tätig ist, leitet als CEO die Geschicke von Smile Air. Er startete 2001 AviaNova, ein in Miami ansässiges Unternehmen, das auf die Bereiche Flugzeugfinanzierung, Verkauf, Consulting und technische Services spezialisiert ist. Lukač ist ein Pilot mit mehr als 13.000 Flugstunden, der lange Jahre in Diensten von Croatia Airlines gestanden ist. Zuletzt war er Flight Ops Inspector bei der kroatischen Zivilluftfahrtbehörde, bei Smile Air trägt er den Titel Senior Consultant. Ergänzt wird das Team von Krunoslav Djumlija, seines Zeichens A320-Captain mit über 9.000 Flugstunden und bei Smile Air für Flight Ops und Training zuständig.

Man darf jedenfalls gespannt sein, ob das neue Airline-Projekt Flügel bekommen wird - Aviation Net wird darüber berichten.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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