Slowakischer Premierminister plant neue Staatsairline

95 Millionen Euro Verlust in den ersten 5 Jahren werden in Kauf genommen.

Flughafen Bratislava (Foto: Jan Gruber).

Peter Pellegrini, slowakischer Premierminister, plant die Neugründung eines Staatscarriers für das Nachbarland. Ganz neu sind diese Ideen angesichts zahlreicher gescheiterter slowakischer Fluggesellschaften nicht, wurden jedoch angesichts des CSA- Rückzugs und dem damit verbundenen Verlust der Inlandsstrecke zwischen Bratislava und Kosice wieder politisch relevant.

Laut Aerotelegraph.com schwebt dem Premierminister eine Embraer-190-Flotte vor, mit der ab Bratislava nach Poprad und Kosice sowie nach Brüssel, Moskau, München, Paris, St. Petersburg, Tel Aviv und Zürich geflogen werden soll. Nach Poprad will man zusätzlich Skifahrer beispielsweise aus Russland einfliegen. Für Kosice denkt er an Mailand, Kiew, Tel Aviv.

Weiters rechnet die slowakische Regierung mit Gründungskosten zwischen 39 und 79 Millionen Euro. Für die ersten Betriebsjahre werden 95 Millionen Euro Verlust eingeplant. Noch ist das Projekt nicht fix, denn auch nach privaten Investoren, die als Partner fungieren sollen wird gesucht, jedoch soll es nicht davon abhängig sein. Ab dem Startschuss wird mit 2 Jahren bis zum möglichen Erstflug gerechnet.  

Autor: René Steuer
Redakteur
René ist seit Oktober 2018 für Aviation Net tätig und bringt frischen Elan in die Redaktion.

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